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In Italien sterben erneut mehr als 750 Corona-Infizierte

16:30
02.04.2020
In Italien sind innerhalb eines Tages erneut Hunderte von Corona-Patienten gestorben. Die Zahl der Menschen, die aktuell mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert sind, kletterte am Donnerstag um knapp 2500 Menschen im Vergleich zum Vortag. Doch insgesamt zeigten die Corona-Zahlen, die der Zivilschutz in Rom am Abend vorstellte, weiter eine Stabilisierung des Trends. Demnach sind dort seit Beginn der Coronawelle im Februar 13 915 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben, das waren 760 mehr als am Vortag. Insgesamt zählten die Behörden 115 242 Corona-Fälle.

Die Experten hatte zuvor gesagt, dass Italien vermutlich das „Plateau“ der Ansteckungswelle erreicht haben dürfte. Wichtig für die überlasteten Krankenhäuser ist auch, dass die Zahl der Intensivpatienten seit Tagen fast stabil ist. Auch aus der besonders hart getroffenen Lombardei meldeten die Behörden in vielen Bereichen stabile Trends. Italien hat die strengen Ausgangbeschränkungen in dieser Woche bis zum Ostermontag verlängert.

dpa

Polizeikontrollen beim FC St. Pauli wegen Gruppentrainings

17:36
02.04.2020
Die Polizei kontrolliert den FC St. Pauli. Weil dem Fußball-Zweitligisten von der Stadt Hamburg untersagt worden ist, Teamtraining in Kleingruppen von fünf bis sechs Spielern zu absolvieren, patrouillierten laut „Bild“-Zeitung am Donnerstag Streifenwagen an den Trainingsplätzen Kollaustraße und neben dem Millerntor-Stadion.

Der Verein hatte am Montag und Dienstag in der Kleingruppen-Form trainiert. Damit werde nach Ansicht der Hamburger Behörde für Inneres und Sport die Allgemeinverfügung zur Schließung von Sportstätten nicht befolgt. Sie ist Teil der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Der FC St. Pauli hielt sich am Donnerstag an das Verbot.

dpa

Stiftung Depressionshilfe warnt vor Anstieg bei Suiziden

17:27
02.04.2020
 Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe warnt vor Versorgungsengpässen für Erkrankte und einem Anstieg an Suiziden wegen der Corona-Krise. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Hegerl verwies in der „Welt“ darauf, dass vielerorts Ambulanzen psychiatrischer Kliniken dicht machten oder Pflegepersonal umgeschichtet werde. Zudem fielen Therapiestunden und Selbsthilfegruppen aus.

Depressive Patienten berichteten, dass stationäre Therapien verschoben worden seien, sagte Hegerl weiter. Die Sorge sei groß, dass Patienten Behandlungen abbrechen oder nicht anfangen würden, um zu Hause zu bleiben. Auch das Kontaktverbot erschwere die Situation für Betroffene. „Es macht es nicht leichter, zumal Depressive sowieso dazu neigen, sich zurückzuziehen.“ 

„Ich habe große Sorge, dass sich die Suizidrate deutlich erhöhen wird, nicht wegen der Ängste und Sorgen wegen Corona, sondern weil die Versorgungsqualität für psychisch Erkrankte nachlässt“, sagte Hegerl weiter. In den vergangenen 35 Jahren habe sich die Zahl der Suizide in etwa halbiert, weil sich Menschen Hilfe holten und Ärzte die Erkrankung besser erkennen. „Dass es nun wieder schwieriger ist, sich Hilfe zu holen, wird die Suizidrate nach oben treiben.“ 

AFP

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