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20200402155100

Erster Häftling in Italien an Covid-19 gestorben

15:50
02.04.2020
In Italien ist nach Angaben von Aktivisten erstmals ein Häftling an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.  Der Todesfall bestätige "alle unsere Befürchtungen hinsichtlich der tragischen Konsequenzen einer Ansteckung in Gefängnissen", erklärte am Donnerstag die Nichtregierungsorganisation Antigone, die sich für die Rechte von Häftlingen einsetzt. Die Justizbehörden müssten spätestens jetzt mehr Insassen aus den überfüllten Haftanstalten des Landes freilassen.
Nach Angaben des italienischen Justizministeriums wurden unter den rund 58.000 Häftlingen im Land bisher 19 positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Zwei Wachleute seien an Covid-19 gestorben. Nach Angaben von Antigone wurden mehr als 120 Wachleute positiv getestet.

AFP

Lösemittelhersteller produziert nun Desinfektionsmittel

15:38
02.04.2020
Wegen der Corona-Krise stellt ein schwäbischer Lösemittelhersteller seine Produktion auf Desinfektionsmittel um. Die Richard Geiss GmbH will künftig rund 40 000 Liter Händedesinfektionsmittel pro Woche herstellen. Wie das Unternehmen aus Rettenbach im bayerischen Landkreis Günzburg am Donnerstag berichtete, sollen die Produkte dann an Kliniken, Pflegeheime und öffentliche Einrichtungen verteilt werden.

Das Familienunternehmen, das rund 100 Mitarbeiter hat, nutzt nach eigenen Angaben eine bundesweite Ausnahmezulassung. Demnach dürfen wegen der Krise neben Apotheken und Pharmaindustrie nun auch Betriebe der chemischen Industrie Desinfektionsmittel herstellen. In ganz Deutschland versuchen die Behörden derzeit, Gesichtsmasken, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus zu bekommen.

dpa/lsw

Mailands Bürgermeister: Keine Modeschauen im Juni

15:37
02.04.2020
Die Mailänder Männermodemesse im Juni wird wegen der Corona-Krise ausfallen. Das kündigte der Bürgermeister der norditalienischen Stadt am Donnerstag an. „Nein, ich denke, ich kann eine Modewoche für Juni ausschließen“, sagte Beppe Sala in Rom. „Die Mode-Unternehmen überlegen gerade, was sie im September machen können, aber für Juni erwarte ich nichts.“

Die Mode-Präsentation für Männer war vom 20. bis 24. Juni in der Metropole in der Lombardei geplant, in der auch Marken wie Armani und Prada zu Hause sind. Die Region ist der Brennpunkt des Coronavirus-Ausbruchs in Italien und verzeichnet besonders viele Infizierte und Tote. Die nächste große Vorführung für Frauenmode, die Milano Moda Donna, steht im September an. Veranstalter ist die nationale Modekammer.

dpa

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