Letztes Update:
20200402111545

Optiker Fielmann produziert ab sofort Schutzbrillen

11:05
02.04.2020
Die Optikerkette Fielmann produziert ab sofort Schutzbrillen. Die ersten 20.000 Stück will der Konzern als Unterstützung zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie an Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen spenden, wie Fielmann am Donnerstag mitteilte.
"Mit dieser Spende bedankt sich Fielmann bei allen Ärzten, Pflegern und deren Kollegen für ihre außergewöhnliche Leistung in diesen schwierigen Zeiten und hofft, einen Beitrag zu leisten, um sie bei ihrer lebensnotwendigen Arbeit zu unterstützen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann.
Ein Teil der Lieferkette für Kunststoffbrillen werde dafür umgewidmet. Seit der vergangenen Woche würden Schutzbrillen gemäß den europäischen Normen für persönlichen Augenschutz hergestellt. "Die gefertigten Schutzbrillen unterziehen wir wie gewohnt strengen Qualitätskontrollen in unserem eigenen Labor", erklärte Fielmann.
Mit der Erteilung einer Zertifizierung rechne das Unternehmen innerhalb der kommenden zwei Wochen. Dann könnten Schutzbrillen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung gestellt werden.
Ab Montag können medizinische Einrichtungen online ihren Bedarf bei Fielmann anmelden. Parallel werden die Produktionskapazitäten ausgeweitet. Fielmann will ein Kontingent an Schutzbrillen auch im Versand anbieten. Ab Ende April sei es möglich, Schutzbrillen in individueller Sehstärke herzustellen.

AFP

Duterte gibt Schießbefehl zur Durchsetzung von Maßnahmen

11:02
02.04.2020
Zur Durchsetzung der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte Polizei und Militär einen Schießbefehl erteilt. "Wenn es Probleme gibt und wenn sie (die Menschen) Ärger machen und euer Leben ist in Gefahr, dann erschießt sie", forderte er Polizei und Militär in einer Fernsehansprache auf, wie philippinische Medien (Donnerstag) berichten. Insbesondere habe Duterte "linke Gruppen" im Auge, die in der Covid-19-Krise "Unfrieden" säen wollten.
Am Dienstag waren in einem Slum der Millionenstadt Quezon 21 Menschen festgenommen worden, die unter anderem gegen die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln in der Corona-Krise demonstriert hatten. Nach Polizei-Angaben wurden die Demonstranten von einer linken Gruppe "aufgehetzt".
Die Polizei relativierte inzwischen den Schießbefehl. Der Präsident meine es mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ernst, aber "niemand wird erschossen", sagte ein Polizeisprecher örtlichen Medien. Der Schießbefehl erinnert an Dutertes sgenannten Anti-Drogenkrieg, in dem seit seinem Amtsantritt im Sommer 2016 von der Polizei und anonymen Todesschwadronen mehr als 30.000 Menschen erschossen wurden.
Dutertes Kabinettssekretär Karlo Nograles trat am Donnerstag Befürchtungen entgegen, der Schießbefehl sowie der Befehl zur Festnahme bei Verstößen gegen die Covid-19-Maßnahmen seien das Vorspiel für die Verhängung des Kriegsrechts. "Wir sprechen nicht vom Kriegsrecht. Das steht derzeit nicht auf der Tagesordnung", sagte er der regierungsamtlichen Nachrichtenagentur PNA.

KNA

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