Die diesjährige UN-Klimakonferenz in Glasgow wird wegen der Coronavirus-Pandemie auf 2021 verschoben. Das neue genaue Datum für den Gipfel in Schottland stehe noch nicht fest, teilte Gastgeber Großbritannien am Mittwoch mit. Eine „ehrgeizige, inklusive“ Klimakonferenz sei angesichts der weltweiten Auswirkungen von Covid-19 nicht mehr möglich, so die britische Regierung.
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon nannte die Entscheidung enttäuschend, aber richtig zu Zeiten, in denen sich alles auf den Kampf gegen das Coronavirus konzentriere.
Umweltschützer begrüßten die Verschiebung. Es ergebe keinen Sinn, mitten in einer Pandemie Menschen aus jedem Land zusammenzubringen, sagte Aktivist Mohammed Adow, Leiter der Denkfabrik Power Shift Africa. Das dürfe aber die internationale Gemeinschaft nicht davon abhalten, die globale Erwärmung zu senken - Wirtschaftspläne nach der Pandemie müssten auch das berücksichtigen. „Die Wirtschaften im reichen Norden dürfen nicht mit dreckigen Investitionen angestoßen werden, die zu Klimanotständen im armen Süden der Weltkugel führen.“