Letztes Update:
20200331160259

Kardinäle in Rom und Burkina Faso an Covid-19 erkrankt

16:02
31.03.2020
Zwei Kardinäle sind an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom, Angelo De Donatis, habe sich infiziert, berichtete die vatikanische Medienplattform Vaticannews. Der 66-jährige Kardinalvikar des Bistums habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom am Montagabend mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden.
Der Papst ist Bischof von Rom. Franziskus habe mit De Donatis aber in letzter Zeit keinen Kontakt gehabt, so Vaticannews. In dem kleinen Kirchenstaat gibt es mittlerweile einige wenige Corona-Fälle. Franziskus ist allerdings nicht betroffen, wie der Vatikan am Wochenende mitgeteilt hatte.
Zudem ist ein weiterer Kardinal an dem neuartigen Coronavirus erkrankt, in Burkina Faso. Das Erzbistum von Ouagadougou, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, bestätigte am Montag, dass bei Philippe Ouedraogo Nakellentuba, dem Erzbischof von Ouagadougou, der Test positiv ausgefallen sei.

dpa

USA überholen nach Reuters-Daten China bei Totenzahl

15:55
31.03.2020
Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in den USA ist nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters auf 3393 gestiegen und liegt damit über der von China offiziell gemeldeten Totenzahl. Weltweit vor den USA liegen der Zählung zufolge noch Italien mit 11.591 Toten und Spanien mit 8189.

Reuters

Turkmenistan will Wort „Coronavirus“ nicht mehr erwähnen

15:43
31.03.2020
Das autoritär geführte Turkmenistan in Zentralasien will Medienberichten zufolge das Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen - notfalls auch mit Staatsgewalt. Das Wort sei bereits aus Informationsbroschüren der Behörden über die Krankheit gestrichen worden, berichteten unabhängige lokale Medien in der Hauptstadt Aschchabad. Selbst wer die Pandemie in Privatgesprächen erwähne, könne festgenommen werden. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte, die staatlich kontrollierten Medien dürften das Coronavirus nicht mehr erwähnen.
„Die Weigerung, Informationen herauszugeben, gefährdet die Menschen in Turkmenistan“, teilte die Organisation am Dienstag mit. „Die Behörden machen ihrem Ruf alle Ehre.“ Das passe ins Bild des autoritären Stils von Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow. Er hatte erst vor mehr als zehn Jahren Unterrichtsverbot für Mathematik und Fremdsprachen an Schulen aufgehoben.
Trotz der Weigerung, das Coronavirus zu erwähnen, ergreifen die Behörden Vorsichtsmaßnahmen. An Bahnhöfen und Bushaltestellen wird den Berichten zufolge die Temperatur gemessen. An gut besuchten Orten und in Bankfilialen werden Feuchttücher ausgeteilt. Dort müssten sich Menschen auch Desinfektionsspray in den Mund sprühen. Veranstaltungen sind nicht verboten.
Offiziell habe sich niemand mit dem Virus infiziert, hieß es in den Berichten. Es gebe aber bereits erste Fälle. In Turkmenistan am Kaspischen Meer leben rund sechs Millionen Menschen. Das abgeschottete Land liegt an der Grenze zu dem vom Sars-CoV-2-Virus besonders stark betroffenen Iran.


dpa

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