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Berliner Flughafen Tegel bleibt in Corona-Krise vorerst offen

13:57
30.03.2020
Der Berliner Flughafen Tegel bleibt trotz der Corona-Krise vorerst geöffnet. Der Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers wollte die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und den Bund zwar am Montag dazu bringen, sofort einen "Antrag auf Befreiung der Betriebspflicht" zu stellen, wie aus einer Mitteilung der Flughafengesellschaft FBB hervorging. Dem folgten die Länder und der Bund jedoch nicht – die Geschäftsführung soll den entsprechenden Antrag zwar weiter vorbereiten, aber erst nach Ostern vorlegen.
Darüber hinaus sagten der Bund und die beiden Länder zu, angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr Einmalzahlungen bis zu 300 Millionen Euro als Eigenkapitalerhöhung zur Verfügung zu stellen. Nach Angaben der Berliner Finanzsenatsverwaltung liegt die Auslastung der Flughäfen Tegel und Schönefeld aktuell in der Corona-Krise bei nur noch 2,5 Prozent gegenüber dem Normalbetrieb.
Bereits am Wochenende hatte der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf FBB-Gesellschafterkreise berichtet, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sei mit dem Vorschlag der Stilllegung für zwei Monate gescheitert. Vor allem der Bund sei strikt dagegen gewesen, in Krisenzeiten "kritische Infrastruktur" Deutschlands selbst zeitweise von Tegel nach Schönefeld zu verlagern. Auch Brandenburg habe Bedenken gehabt. Berlin sei dafür gewesen. Lütke Daldrup wollte demnach mit der Stilllegung einige Millionen Euro sparen.


afp

Spanien verbietet Bestattern Preiserhöhungen in Corona-Krise

13:40
30.03.2020
Spanien hat Bestattungsunternehmen ab sofort Preiserhöhungen untersagt. Im Zuge der Corona-Pandemie und der dramatisch steigenden Zahl von Todesopfern haben die Behörden mehrere Klagen über unverhältnismäßige Preiserhöhungen für Beerdigungen erhalten. Einige Unternehmen verlangten von Angehörigen laut spanischen Medienberichten (Montag) bis zum Vierfachen der normalen Sätze. Das Erhöhungsverbot gilt rückwirkend; Bestatter müssen die Preise von vor 14. März anbieten.
Unterdessen nimmt die Zahl der spanischen Corona-Opfer weiter zu. In den vergangen 24 Stunden starben 812 Menschen an der neuartigen Virusinfektion. Besonders dramatisch ist die Lage in Madrid, wo seit Beginn bereits 3.392 Corona-Opfer verzeichnet wurden.
Die Regionalregierung eröffnete am Montag eine zweite große Leichenhalle für Corona-Opfer. In dem Gebäude können rund 230 Särge aufbewahrt werden. Den Transport der Leichen übernehmen Soldaten der militärischen Notfallbrigade UME mit ABC-Schutzkleidung. In der vergangenen Woche wurde bereits der Madrider Eissportpalast in eine provisorische Leichenhalle umfunktioniert, um die überforderten Bestattungsinstitute und Krematorien der Hauptstadt zu entlasten.
Mit rund 85.200 Infizierten und mehr als 7.400 Toten ist Spanien nach den USA und Italien mittlerweile das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Im Zuge der sich ungebremst ausbreitenden Pandemie verschärfte die spanische Regierung am Montag nochmals die ohnehin strikten Ausgangssperren.
Für die kommenden zwei Wochen dürfen nur noch Personen aus "strukturrelevanten" Sektoren zur Arbeit. Die Wohnung darf nur noch verlassen werden, um zum Arzt zu gehen oder Nahrungsmittel oder Medikamente zu kaufen. Auch dürfen maximal nur noch drei Angehörigen an Bestattungen teilnehmen. Man habe das Land in den "Winterschlaf" versetzt, so Regierungssprecherin Maria Jesus Montero.


kna

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