Krankenschwestern und Krankenpfleger haben bei ihren Bemühungen gegen das neue Coronavirus in New York weitere Schutzausrüstung gefordert. Die Behauptungen von Behördenvertretern, es gebe angemessenen Vorrat, blieben hinter der Realität zurück, argumentierten sie am Samstag. Bei einer Pressekonferenz vor dem städtisch betriebenen Jacobi Hospital verlangte das Krankenpflegepersonal zusätzliche Masken und weitere Ausrüstung, um sich gegen das Virus zu schützen.
Im US-Staat New York sind mehr als 44 000 Menschen an dem Virus erkrankt und mehr als 500 gestorben, die meisten in New York City. Mindestens ein Mitglied des Gesundheitswesens ist an dem Virus gestorben.
Mitglieder des Krankenpflegepersonals vom Jacobi Hospital in der Bronx sagten, örtliche Manager hätten Schutzausrüstung rationiert, dadurch seien sie nicht dazu in der Lage, die qualitativ hochwertigen Masken mit der Bezeichnung N95 so oft zu wechseln wie vorgesehen.
Städtische Behördenvertreter argumentierten, dass es genug Schutzausrüstung für etwa die nächste Woche gibt. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio sagte, die Stadt habe am Freitag 200 000 N95-Masken an Krankenhäuser geliefert. Am Samstag sollten 800 000 weitere folgen, zusätzlich zu mengenweise weniger sicheren chirurgischen Masken und anderer Ausrüstung.
Der Krankenpfleger Sean Petty sagte, die Regelungen zur Schutzausrüstung würden von Knappheit geleitet, nicht von der Wissenschaft. Er warf Behördenvertretern vor, Gesundheitspersonal unnötigen Risiken auszusetzen, die durch das Virus verursachte Lungenkrankheit Covid-19 zu bekommen. „Wir werden nicht zulassen, dass irgendein Gesundheitsbehördenvertreter oder Regierungsbeamter sagt, wir haben genug“ Schutzausrüstung, „bis jeder Arbeiter im Gesundheitswesen eine N95 für jedes Mal hat, wenn er mit einem Covid-19-Patienten interagiert“, sagte Petty.