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20200328093734

Italiens Präsident: "Auch ich gehe nicht mehr zum Friseur"

08:26
28.03.2020
Italiens Präsident Sergio Mattarella hat sich in einer ungewollt komischen Situation die Sympathie seiner Landsleute zugezogen: Als sich der in Italien äußerst respektierte Staatschef am Freitag für eine Ansprache im Fernsehen vorbereitete, hüstelte und räusperte, ertönte die Stimme seines Beraters Giovanni Grasso aus dem Off, der ihn aufforderte, eine rebellische Haarsträhne zu glätten.

Der 78-jährige Präsident kam der Aufforderung zunächst ohne große Überzeugung nach und erklärte dann: "Eh Giovanni, auch ich gehe nicht mehr zum Friseur."
Mattarellas Auftritt wurde in allen Medien übertragen, ohne dass die fragliche Szene, die nicht zur Sendung bestimmt war, herausgeschnitten wurde. Der Präsidentenpalast entschuldigte sich später für den Fehler, in Onlinenetzwerken sorgte die Szene dagegen für Erheiterung: Der Hashtag #ehGiovanni verbreitete sich rasend schnell.
In seiner Ansprache, der zweiten seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Italien, appellierte Mattarella eindringlich an die europäischen Staats- und Regierungschefs: "Alle müssen die Schwere der Bedrohung für Europa klar verstehen, bevor es zu spät ist."

AFP

Luftwaffe beginnt mit Transport italienischer Corona-Patienten nach Deutschland

07:34
28.03.2020
Die Luftwaffe hat mit dem Transport schwerkranker Corona-Patienten aus Italien nach Deutschland begonnen. Ein Airbus der Luftwaffe sei am Morgen in Bergamo gelandet und nehme sechs Patienten auf, teilte die Luftwaffe am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen hatten zuvor angekündigt, in den kommenden Tagen insgesamt zehn Corona-Patienten aus Italien und vier Patienten aus Frankreich aufzunehmen.
Der Airbus "MedEvac" sei speziell für solche Aufgaben ausgestattet, erklärte die Luftwaffe. Der Transport der Intensiv-Patienten wird demnach vom Sanitätsdienst der Bundeswehr unterstützt.

Die Staatskanzlei Düsseldorf hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass sich mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen zur Aufnahme von Corona-Intensiv-Patienten aus Italien und Frankreich bereiterklärt hätten. Die ersten sechs Patienten aus den besonders betroffenen Regionen Lombardei und Piemont sollen demnach zum Flughafen Köln/Bonn gebracht und anschließend auf mehrere Kliniken des Bundeslandes verteilt werden.

Je zwei Patienten sollen demnach in das Universitätsklinikum Köln, das Universitätsklinikum Bonn und das Katholische Klinikum Bochum gebracht werden. In den kommenden Tagen fliege die Luftwaffe dann vier weitere Patienten aus Italien nach Nordrhein-Westfalen: Zwei von ihnen werden den Angaben zufolge in das Universitätsklinikum Essen gebracht, die beiden anderen in das Herz- und Diabeteszentrum NRW der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum in Bad Oeynhausen.

AFP

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