Papst Franziskus hat abweichend von der üblichen Tradition den Sondersegen „Urbi et Orbi“ wegen der Corona-Krise gespendet. In seiner Predigt am Freitag vor dem leeren Petersplatz verglich er die Pandemie mit einem Sturm, der alle Menschen zerbrechlich und orientierungslos zurücklasse und ihnen zeigen, dass sie auf Hilfe und Trost von anderen angewiesen seien. „Gott, segne diese Welt, gib' unseren Körpern Gesundheit und Trost unseren Herzen“, sagte Franziskus im Gebet. Am Ende der einstündigen Zeremonie erteilte er den Segen „Urbi et Orbi“, der normalerweise nur an Weihnachten und Ostern gespendet wird.
Auch in den kommenden Wochen wird sich der Plan für Messen und Ansprachen des 83-jährigen Papstes weiter an den Ausbruch des Coronavirus anpassen. Wie der Vatikan am Freitag mitteilte, wird Franziskus die Heilige Woche vor Ostern und Ostersonntag praktisch alleine Gottesdienste im Petersdom abhalten - statt wie üblich vor Zehntausenden auf dem Petersplatz.