Letztes Update:
20200327174519

TUI bekommt Staatskredit

17:05
27.03.2020
Der von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Reisekonzern TUI erhält nach eigenen Angaben einen Überbrückungskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Die Bundesregierung habe dafür am Freitag ihre Zustimmung gegeben, teilte das Unternehmen am Abend in Hannover mit. Allerdings müssten noch die Banken des Reiseanbieters dem KfW-Überbrückungskredit zustimmen; die Gespräche dazu seien bereits angelaufen und würden nun fortgesetzt.
Mit den Mitteln der staatlichen Förderbank soll den Angaben zufolge die bereits bestehende Kreditlinie von TUI bei ihren Banken in Höhe von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden. Zu einer der Bedingungen des KfW-Überbrückungskredites gehörte demnach, dass der Reisekonzern während der Laufzeit des Kredits auf Dividendenzahlungen verzichtet. Damit würde TUI zum gegenwärtigen Zeitpunkt über Finanzmittel und Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3,1 Milliarden Euro verfügen.
TUI hatte wegen der Pandemie unlängst sein gesamtes Reiseprogramm bis zum 23. April ausgesetzt. Zugleich beteiligte sich der Konzern an der Rückholung von deutschen Urlaubern aus dem Ausland.

dpa

Frankreich verlängert Ausgangssperre bis zum 15. April

16:55
27.03.2020
Frankreich verlängert wegen der weiter starken Ausbreitung des Coronavirus die seit zehn Tagen geltenden Ausgangssperre bis zum 15. April. Premierminister Edouard Philippe sagte am Freitag zur Begründung, das Land stehe noch "am Anfang der epidemischen Welle". Am Wochenende erwartet die Regierung erneut einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen. Neben den überlasteten Krankenhäusern in Ostfrankreich riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.
Philippe sprach nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer "extrem" großen Welle, die "über Frankreich hinwegspült". In den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden, warnte er.
Solle die Corona-Krise auch nach Ostern anhalten, könnte das Ausgehverbot nach den Worten des Regierungschefs auch noch ein weiteres Mal verlängert werden. Bisher war es bis zum 31. März befristet. Ausnahmen sollen auch künftig unter anderem für zwingende Fahrten zur Arbeit, für das Einkaufen und Arztbesuche gelten.
Nach Angaben des Innenministeriums stellte die Polizei in den vergangenen zehn Tagen 225.000 Bußzettel wegen Verstößen gegen die strengen Auflagen aus. Ein Bußgeld von mindestens 135 Euro riskieren alle, die sich weiter als einen Kilometer vom Wohnort entfernen, um Sport zu machen oder mit Kindern spazieren zu gehen. Wer das Haus verlässt, muss ein ausgedrucktes Formular mit sich führen.

afp

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