Der französischen Regierung wird vor Gericht vorgeworfen, beim Eindämmen des neuen Coronavirus zu langsam gehandelt zu haben. Kläger seien Einzelpersonen oder Gruppen, die Regierungsminister strafrechtlich verfolgt sehen wollten wegen Totschlags, der Gefährdung von Menschenleben und unterlassener Hilfeleistung, teilte ein Gerichtsbeamter am Donnerstag mit. Die Klagen gingen vor einem Sondergericht zur Strafverfolgung von Regierungsministern ein. Es wird entscheiden, ob es die Klagen zulassen wird.
Im Radiosender France Info meldete sich der Anwalt eines Klägers zu Wort, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, 46 Jahre alt ist und aus dem Umland von Paris stammt. Dessen Klage wirft der Regierung vor, Zeit vertrödelt zu haben, während das Virus auf der ganzen Welt um sich griff.
Frankreich verhängte die landesweiten Ausgangssperren in der vergangenen Woche - fast zwei Monate, nachdem im Land die ersten Fälle auftauchten.