Letztes Update:
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Karneval in Venedig abgesagt

10:39
23.02.2020
Der berühmte Karneval in Venedig soll aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt werden. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit. „Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen“, sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zähle die Absage des Venezianischen Karnevals „und sogar noch mehr“. Die Karnevalsfeierlichkeiten, die eigentlich bis Dienstag laufen, gingen am Sonntag zunächst weiter.
Der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, sagte, die Entscheidung liege beim Regionalpräsidenten und der speziellen Kriseneinheit. Auf die Frage, ob am Sonntag der letzte Karnevalstag sei, sagte er: „Ja, es liegt nicht an mir, das zu sagen. Es ist wahrscheinlich.“


dpa

Acht Tote durch Coronavirus im Iran

10:40
23.02.2020
Das Gesundheitsministerium im Iran hat die Zahl der Toten durch das neue Coronavirus in dem Land auf acht erhöht. Es bestätigte am Sonntag im Staatsfernsehen 43 Fälle der Krankheit im Iran. Von 15 neu bestätigten Fällen seien sieben in Kom, vier in der Hauptstadt Teheran, sagte Sprecher Kianusch Dschahanpur.
Das Zentrum des Ausbruchs im Iran ist die als heilig betrachtete Stadt Kom. Dort haben nach Behördenangaben Reisende aus China das Coronavirus eingeschleppt.

AP

Mehr als 100 Infizierte in Italien

10:38
23.02.2020
In Italien ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 auf 109 gestiegen. In der Lombardei seien inzwischen 89 Fälle erfasst, sagte der Präsident der am stärksten betroffenen Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 am Sonntag. Betroffen war daneben die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont.
Mitgezählt sind auch die beiden Toten, eine 77-jährige Frau in der Lombardei und ein 78-jährigen Mann in Venetien. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus. „Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden.“ Er hoffe allerdings, dass sie räumlich beschränkt blieben.
Im Versuch, die weitere Ausbreitung des Virus zumindest einzudämmen, hat die italienische Regierung rund ein dutzend Städte in den Zentren des Ausbruchs abgeriegelt. Maßgeblich davon betroffen ist die Provinz Lodi (Lombardei) rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand, wo rund 50 000 Menschen leben, sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua (Venetien) mit rund 3000 Einwohnern, in der der 78-Jährige gestorben war.

dpa

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