Letztes Update:
20200327160214

Wettbewerbszentrale warnt vor unlauterer Werbung zu Corona

10:26
26.03.2020
Die Wettbewerbszentrale warnt vor irreführender Werbung für Gesundheitsprodukte, die Verbrauchern Schutz vor dem Coronavirus versprechen. „In den letzten Tagen und Wochen sehen wir leider einige Anbieter, die mit Bezug auf die Corona-Krise werben und hierbei klar gegen geltendes Recht verstoßen“, sagte Reiner Münker, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Behörde, am Donnerstag.

Mit vollmundigen Aussagen wie „Corona-Infektion: Wie wir uns mit Vitalpilzen schützen können!“, „Lutschpastillen gegen Viren“ und „Bewährte praktische Tipps und Mittel gegen Viren, die auch funktionieren“ würden Verbraucher bewusst irregeführt und ihre Verunsicherung werde ausgenutzt, so die Wettbewerbsbehörde in Bad Homburg.
Eine Firma habe in Zeitungsanzeigen mit einer Frau mit Atemschutzmaske für ein Vitamin-C angereichertes Lebensmittel geworben, darüber die Aussage: „Schützen Sie ihren Körper. Jetzt!“. Damit sollte gezielt die Aufmerksamkeit der Verbraucher erreicht und suggeriert werden, mit der Einnahme lasse sich eine Infektion verhindern, monierte die Wettbewerbszentrale. Gerade bei Gesundheit und Lebensmitteln gälten aber strikte Regeln. Krankheitsbezogene Aussagen seien in der Werbung für Lebensmittel verboten.

dpa

Mediziner: Keine Nachlässigkeit bei Corona

10:19
26.03.2020
Der Essener Neurologe und Psychotherapeut Elmar Busch warnt vor Nachlässigkeit im Kampf gegen das Coronavirus. Viele Menschen hätten Schwierigkeiten, sich von ihren "sozialen Reflexen" zu verabschieden, sagte Busch der "Welt" (Donnerstag). "Das haben wir beim Händeschütteln eingangs gesehen und jetzt bezieht sich das auf das Treffen von Freunden in Wohnungen, auch in größeren Gruppen."

Infektionen vollzögen sich nicht unter freiem Himmel, sondern in geschlossenen Räumen, gab der Mediziner zu bedenken. "Das heißt, das Versammlungsverbot unter freiem Himmel ist sicher notwendig, aber wichtiger wäre es, Regeln für das Treffen in Räumen zu geben." Klare und energische Ansprachen seitens der Verantwortungsträger seien jetzt durchaus gefragt, fügte Busch hinzu. "Aber bewusst übertriebene Dinge zu äußern, um Ängste zu schüren und Verhaltensweisen zu steuern - das ist gefährlich, weil es das Vertrauen untergräbt."

Wer unter den inzwischen erlassenen Kontaktverboten leide, solle sich nicht scheuen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, mahnte der Psychotherapeut. "Wenn man vorbelastet ist mit Depressionen und Ängsten, dann ist das Risiko der Verschlechterung groß. Dann braucht man Hilfe von einem Arzt oder Psychologen, und die sind ja meistens trotz Ausgangssperre zugänglich."

kna

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen