Ein Foto, das einen jüdischen und einen muslimischen Rettungssanitäter in Israel beim Gebet zeigt, ist in sozialen Medien viral gegangen. Das Bild wurde als Symbol der Versöhnung zu Zeiten der Corona-Krise gewertet. Es zeigt zwei Mitarbeiter des jüdischen Rettungsdienstes Magen David Adom neben ihrem Krankenwagen. Der muslimische Sanitäter kniet auf einem Gebetsteppich. Sein jüdischer Kollege trägt einen schwarz-weißen Gebetsschal. Die beiden Männer kehren sich den Rücken zu, jeder ist offenbar vertieft im eigenen Gebet, es entsteht aber der Eindruck einer Einheit.
„Ein schönes Bild, das zeigt, wie Israelis in Zeiten der Krise zusammenkommen“, schrieb Magen David Adom. Ungeachtet ihrer Herkunft und Religion seien alle Mitarbeiter dem Kampf gegen das Coronavirus verpflichtet. Rund 20 Prozent der etwa neun Millionen Israelis sind Araber. Sie haben häufig mit Ressentiments zu kämpfen.
Israel kämpft wie viele Länder gegen die Ausbreitung des Coronavirus an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 2170 Personen nachgewiesen worden, 58 sind wieder genesen. Fünf Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, darunter ein 88 Jahre alter Holocaust-Überlebender. Mehr als 63 000 Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.