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20200327160214

Rotes Kreuz Schweiz muss wegen Corona auf Tausende Helfer verzichten

10:57
25.03.2020
Das Rote Kreuz muss wegen der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz auf mehr als 10 000 Freiwillige verzichten. 80 Prozent der 13 000 Fahrerinnen und Fahrer, die in normalen Zeiten Bedürftige transportieren, seien über 65 Jahre alt und müssten deshalb weitgehend zu Hause bleiben, sagte die Sprecherin Sabine Zeilinger.

Der Fahrdienst steht Menschen zur Verfügung, die sich nicht allein oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen können. Es geht dabei um Fahrten zum Arzt, zum Einkaufen oder auch zu Treffen, um soziale Kontakte aufrecht zu erhalten.

Das Rote Kreuz ruft deshalb auf seiner Webseite Jüngere dazu auf, sich zu melden, um die Lücken zu schließen. „In manchen Kantonen funktioniert das schon gut, in anderen ist noch Bedarf“, sagte Zeilinger am Mittwoch. Die Zahl der Fahrten sei auch zurückgegangen, weil viele Menschen nur noch wenn unbedingt nötig aus dem Haus gingen. Dazu gehören etwa Fahrten zur Dialyse ins Krankenhaus oder zu anderen Arztbesuchen.

dpa

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Rückholprogramm bei Tui fast beendet

10:51
25.03.2020
Die Tui hat ihr Rückholprogramm für im Ausland gestrandete Urlauber bei den eigenen Kunden und Auftragsflügen für das Auswärtige Amt fast vollständig abgeschlossen. Zwischen 94 und 95 Prozent der wegen der Corona-Krise festsitzenden Touristen seien mittlerweile wieder in Deutschland, hieß es am Mittwoch aus der Unternehmenszentrale. Binnen zehn Tagen habe die Konzernlinie Tuifly knapp 70 000 Menschen mit 350 Flügen in die Bundesrepublik gebracht.

Das Krisenzentrum in Hannover arbeite nun „mit Hochdruck“ daran, noch Kunden aus Fernzielen wie Thailand, Mauritius, Mexiko oder Sri Lanka einen Heimflug anzubieten. „Dazu chartern wir auch Maschinen und nehmen auch Gäste von anderen Veranstaltern mit, die in diesen Gebieten Urlaub gemacht haben.“ Der überwiegende Teil des regulären Programms einschließlich Kreuzfahrten und Hotelbetrieb ruht beim größten Touristikkonzern der Welt seit Mitte März.

Die Reisebranche ist von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besonders stark betroffen. Die Buchungen sind im Keller, viele Länder haben den normalen Luftverkehr unterbrochen. Tui erwägt, auch vom Bund und mehreren Ländern auf den Weg gebrachte Hilfen zu beantragen, wartet derzeit aber noch die formalen Beschlüsse von Bundestag und Bundesrat ab. Man sei hierzu in Gesprächen, erklärte das Unternehmen.

dpa

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