Letztes Update:
20200327160214

Uniklinik Mannheim nimmt Patienten aus dem Elsass auf

19:30
24.03.2020
Die Uniklinik Mannheim betrachtet die Aufnahme elsässischer COVID-19-Patienten in der Krise als Teil eines gelebten Europa. "In einer Stunde, wo unsere Nachbarn am dringendsten Hilfe brauchen, da möchten wir gerne unseren Teil dazu beitragen im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit, als Akt der Kooperation und Humanität, die Patienten zu übernehmen und damit zu helfen", sagt der geschäftsführende Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Thomas Kirschning, am Dienstag.

Wenige Minuten zuvor ist ein Hubschrauber mit einem 64 Jahre alten Patienten aus dem elsässischen Colmar auf dem Dach der Klinik gelandet. Der Mann wurde verlegt, weil im Elsass wegen der Pandemie die Behandlungsplätze ausgehen. 

Der 64-Jährige ist einer von zwei Patienten aus dem Elsass, die inzwischen in Mannheim an der Uniklinik versorgt werden. Auch die baden-württembergischen Städte Karlsruhe, Freiburg, Pforzheim und Ulm sowie das pfälzische Kandel und Homburg im Saarland haben Patienten aus der von der Pandemie schwer betroffenen französischen Nachbarregion 

Reuters

Italiens Regierung verschärft Corona-Strafen

18:55
24.03.2020
Die Regierung in Italien erhöht die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Künftig sollen Verletzungen der strengen Regeln mit 400 bis 3000 Euro geahndet werden. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstagabend in Rom an. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.
Das von Conte vorgestellte Dekret sieht vor, das regionale Autoritäten im Kampf gegen das Virus zeitweise eigene Maßnahmen erlassen dürfen, wie der Premier ankündigte.
Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100 000 Anzeigen wegen Verstößen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Kontrolliert wurden zum Beispiel Menschen, die versuchen, aus dem stark von der Covid-19-Krankheit betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden zu fahren. Das ist nicht erlaubt. Außerdem gehen Sportler joggen, oder Menschen besuchen Freunde. Man darf jedoch die Wohnung nur verlassen, wenn man zum Beispiel unbedingt zur Arbeit muss, zum Arzt oder zum Einkaufen.

dpa

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