Letztes Update:
20200327160214

Bisher rund 300 Kinder in Italien positiv auf Virus getestet

08:57
20.03.2020
Im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind in Italien bisher rund 300 Kinder positiv auf den Erreger getestet worden. „Es gibt aber bisher keine Todesfälle und keine schweren Verläufe bei Kindern“, sagte Alberto Villani, Präsident des italienischen Kinderarztverbandes, bei einer Pressekonferenz des Zivilschutzes in Rom. „Das dürfte viele Eltern und Großeltern beruhigen. Das Coronavirus an sich scheint derzeit kein Problem von Kindern zu sein.“ Insgesamt gibt es in Italien Zehntausende Infizierte und Tausende Tote.
Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte mehrfach betont, dass es bei Kindern nur extrem selten zu schweren Verläufen komme. Kinder steckten sich meist bei Erwachsenen an, Erwachsene hingegen selten bei Kindern, hieß es zudem. Das ist ein großer Unterschied zur saisonalen Grippe, bei der Kinder ein Treiber der Ansteckungswelle sein können. Warum Kinder kaum an Covid-19 erkranken, ist bisher unklar.

dpa

Kommunistische Partei entlastet posthum chinesischen Arzt

07:54
20.03.2020
Die Kommunistische Partei Chinas hat posthum den Arzt entlastet, der wegen seiner frühen Warnungen vor dem neuen Coronavirus in der Millionenmetropole Wuhan gemaßregelt worden war. Dr. Li Wenliang, der an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben ist, war zu Beginn des Ausbruchs Haft angedroht worden.
In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Disziplinarkomitees hieß es, Lis Familie sei eine „feierliche Entschuldigung“ überbracht worden. Gegen zwei Polizeibeamte seien wegen ihres Umgangs mit Li disziplinarische Maßnahmen ergriffen worden.
Es ist ein seltenes Eingeständnis eines Fehlers von der Partei, die sonst kein Infragestellen ihrer Autorität duldet. Das Monopol der Partei, wie über Notfälle, Krankheiten, Unfälle in der Industrie und Skandale informiert wird, wurde in der Coronakrise einmal mehr auch in China kritisiert - oft nur hinter vorgehaltener Hand. Unabhängigen Journalisten und Whistleblowern drohen in China oft Strafen, wenn sie entgegen der offiziellen Linie Missstände aufdecken.
In Wuhan wurden vor einem Monat täglich Tausende neue Corona-Fälle registriert. Am Freitag teilten die Behörden mit, es habe den zweiten Tag in Folge keinen neuen Fall gegeben.


ap

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