Letztes Update:
20200327160214

Dax dreht wieder ins Minus - Notpaket der EZB stützt nur kurz

10:59
19.03.2020
Die Erholung am deutschen Aktienmarkt ist am Donnerstag wie so oft in den vergangenen Wochen in sich zusammengefallen. Ein weiteres Notpaket der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Linderung der Folgen des Coronavirus konnte die Märkte nicht überzeugen. Der Dax gab um 0,7 Prozent auf 8383,70 Punkte nach.
Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie des Coronavirus hat die EZB in der Nacht ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen. „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln“, schrieb EZB-Chefin Christine Lagarde auf Twitter.
Börsianer äußerten sich zurückhaltend zum Vorgehen der EZB. „Die Wirkung der Maßnahmen bleibt abzuwarten“, sagte Volkswirt Stefan Kipar von der Bayerischen Landesbank. Zwar habe die EZB ein „großes Sicherheitsnetz eingezogen“. Voraussetzung für nachhaltig stabile Märkte seien aber positive Nachrichten über die Entwicklung der Zahlen der vom Coronavirus Infizierten.

dpa

Kampf gegen Corona in Italien: „Schließen wir fast alles“

10:58
19.03.2020
In Italien mehren sich angesichts steigender Totenzahlen die Forderungen nach noch schärferen Maßnahmen. Dabei wird diskutiert, die Arbeit in allen nicht zur Versorgung notwendigen Firmen und Büros zu stoppen. Bisher gilt in Italien zum Beispiel der Weg zur Arbeit als ein Ausnahmegrund bei der Ausgehsperre. Die hart betroffene Lombardei wolle das forcieren, sagte der für Gesundheit zuständige Regionalkommissar Giulio Gallera nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag. Die Krankenhäuser in der Region stünden vor dem Kollaps, nun kämen immer mehr jüngere Patienten, die Beatmung brauchten: „Nicht nur ältere Menschen kommen, sondern auch Menschen um 50 und 40 Jahre alt.“
Außerdem gebe es zu viele Jogger und Spaziergänger, die sich nicht an die Verbote hielten, klagten andere Politiker. „Schließen wir alles, was nicht überlebenswichtig ist“, forderte der Oppositionsführer Matteo Salvini von der rechten Lega mit Blick auf Fabriken, die weiter arbeiten. Wenn Schuhe und Parfüm einige Zeit nicht produziert würden, sei das verkraftbar.

dpa

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