Letztes Update:
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Frankreich: Verstoß gegen Ausgangssperre kostet 135 Euro

11:12
18.03.2020
In Paris haben Kontrollen wegen der in Frankreich verhängten Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus zugenommen. Die Polizei überprüfte am Mittwoch vermehrt Ausgangsformulare in den Straßen der französischen Hauptstadt, vor allem in der Nähe der Sehenswürdigkeiten. Vor dem Eiffelturm wurden Jogger, Passanten und Autofahrer kontrolliert. Auch auf der Prachtstraße Champs-Élysées gab es Kontrollen. Die landesweite Ausgangssperre war Dienstagmittag in Kraft getreten.
Bis Mittwochmorgen habe es rund 10 000 Kontrollen gegeben, teilte die Pariser Polizeipräfektur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zudem seien 518 Verwarnungen ausgesprochen worden.
Wer gegen die Vorgaben der Ausgangssperre verstößt, muss seit Mittwoch ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro zahlen. Bei schweren Verstößen gebe es eine Geldstrafe von 375 Euro. Das entsprechende Dekret sei am Mittwoch veröffentlicht worden, teilte Innenminister Christophe Castaner auf Twitter mit.

dpa

Medizinprodukte-Hersteller mit Problemen bei Produktion und Zulieferern

10:23
18.03.2020
35 Prozent der Hersteller von Medizinprodukten haben einer aktuellen Umfrage zufolge Probleme, den Bedarf von medizinischer Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln für die eigenen Produktionsstätten sicherzustellen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen haben zudem Probleme mit ihren Zulieferbetrieben, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Blitzumfrage des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zu den Auswirkungen der Coronapandemie ergab. An der Umfrage beteiligten sich 87 Hersteller von Medizinprodukten.
"Im Mittelpunkt steht die Aufrechterhaltung der Patientenversorgung", erklärte der BVMed-Geschäftsführer Marc-Pierre Möll. "Dafür brauchen wir geeignete politische Maßnahmen, damit die Produktion von notwendigen Medizinprodukten auch in Coronavirus-Krisenzeiten sichergestellt ist." Dazu zählten der freie Warenverkehr, flexible regulatorische Maßnahmen und ein Moratorium bei der EU-Medizinprodukteverordnung.
Für die Produktionsstätten von Medizinprodukte-Herstellern werden ebenfalls medizinische Schutzprodukte und Desinfektionsmittel benötigt. Laut BVMed gaben sechs Prozent der Unternehmen an, den Bedarf überhaupt nicht mehr decken zu können. 29 Prozent können ihn demnach kaum decken.

AFP

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