Der europäische Handelsverband Eurocommerce sieht wegen der internen Grenzkontrollen und -schließungen in Europa bislang keine größeren Lieferprobleme. „Sehr große Schwierigkeiten haben wir von unseren Mitgliedern noch nicht gehört“, sagte Neil Mcmillan von Eurocommerce am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Die meisten Länder folgten den Empfehlungen der EU-Kommission. Einzig an den Grenzen zwischen Italien und Österreich sowie zwischen Italien und Slowenien würden vereinzelt Lastwagen blockiert.
Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hatten in den vergangenen Tagen etliche EU-Staaten Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt oder die Grenzen weitgehend geschlossen. Die EU-Kommission hatte stets davor gewarnt und betont, Waren müssten frei fließen können. Um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen und zu gewährleisten, dass Menschen und vor allem Waren an ihr Ziel kommen, schlug Kommissionschefin Ursula von der Leyen zweierlei vor: ein weitreichendes Einreiseverbot für Bürger der allermeisten Nicht-EU-Staaten und Leitlinien für die Grenzkontrollen.