Letztes Update:
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Tirol weitet Quarantäne auf Sölden aus

21:25
17.03.2020
Das österreichische Bundesland Tirol hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne gestellt. Wie das Land am Dienstagabend mitteilte, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet.

„Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann“, sagte Landeschef Günther Platter laut der Mitteilung. „Um eine Weiterverbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern oder zu verlangsamen, ist diese behördliche Anordnung für die Gemeinde Sölden unabdingbar.“ Für St. Christoph am Arlberg wird die Quarantäne demnach nach weiteren Infektionen im direkt angrenzenden Lech am Arlberg nötig.
Damit steht nun die gesamte Arlbergregion unter Quarantäne. Schon am Mittag hatte das österreichische Bundesland Vorarlberg solche Maßnahmen für die Ortschaften Lech, Zürs, Stuben, Warth und Schröcken verkündet. „All jene, die sich in den vergangenen 14 Tagen in den betroffenen Gebieten in Tirol und Vorarlberg aufgehalten haben, sollen sich freiwillig häuslich isolieren“, sagte Platter.
Am Freitag hatte Tirol das Paznauntal mit den Gemeinden Ischgl, Kappl, See und Galtür sowie der Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne gestellt. Vor allem in Ischgl sollen sich zahlreiche Touristen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert und es dann in ihre Heimatländer getragen haben.

dpa

Corona-Falschmeldungen aus Russland

21:22
17.03.2020
In der Europäischen Union sind nach Angaben der Brüsseler Kommission in den vergangenen Wochen zahlreiche Falschinformationen zum Coronavirus-Ausbruch verbreitet worden. Sie seien aus russischen Quellen gekommen, sagt ein Kommissionssprecher. Die zuständigen Stellen der EU beobachteten die Entwicklung jetzt genauer. Russland wird von westlichen Regierungen immer wieder verdächtigt, mit Desinformationen unter anderem über gefälschte Social-Media-Konten die öffentliche Meinung beeinflussen zu wollen.

Der russische Präsident Wladimir Putin wirft seinerseits ausländischen Kräften vor, Falschmeldungen zur Pandemie in Russland zu verbreiten und so Panik schüren zu wollen.

reuters

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