Letztes Update:
20200327160214

Anfragen zur Kurzarbeit schnellen nach oben

11:40
17.03.2020
Als Folge des Coronavirus wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit Anfragen zur Kurzarbeit überrannt. "Es geht durch die Decke", sagte eine Sprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Beratungsbedarf sei um "ein zigfaches gestiegen". Darunter seien Branchen und Betriebe, die bisher mit Kurzarbeit nie etwas zu tun gehabt hätten. Wie viele Betriebe mit Beratungsbedarf tatsächlich Kurzarbeit anmelden, kann die BA noch nicht sagen. Die Zahlen werden bundesweit erst erhoben.
Als eine der ersten Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise hatte die Bundesregierung einen leichteren Zugang zur Kurzarbeit und eine Entlastung der Betriebe bei den Kosten auf den Weg gebracht. Rückwirkend ab 1. März können Betriebe Kurzarbeit bereits anmelden, wenn ein Zehntel ihrer Beschäftigten von einem Arbeitsausfall etwa aufgrund von Lieferproblemen betroffen ist. Die BA erstattet mit dem Kurzarbeitergeld nicht nur 60 Prozent (Beschäftigte mit Kindern 67 Prozent) des Verdienstausfalls, sondern übernimmt zu 100 Prozent die Sozialabgaben, die Arbeitgeber auch für die Kurzarbeit bisher abführen müssen.

rtr

Proteste gegen Schließung schiitischer Schreine im Iran

11:35
17.03.2020
Strenggläubige Schiiten haben im Iran gegen die Schließung heiliger Stätten wegen der Coronavirus-Epidemie demonstriert. Wie iranische Staatsmedien am Dienstag meldeten, stürmten Pilger am Montagabend in die Innenhöfe des Imam-Resa-Schreins in Mesched und dem Fatima-Massumeh-Schrein in Ghom. Diese sind normalerweise täglich geöffnet; Pilger beten dort rund um die Uhr. Am Montag wurden die Schreine geschlossen.
„Wir sind hier, ums zu sagen, dass Teheran verdammt falsch damit liegt, das zu machen“, rief ein Geistlicher in Mesched, aufgezeichnet auf einem Online-Video. Die Menge rief mit ihm, auch der Gesundheitsminister und der Präsident hätten mit der Schließung einen Fehler gemacht.
Den Medienberichten zufolge löste die Polizei die Kundgebung auf. Religiöse Autoritäten verurteilten die Proteste als eine Beleidigung des Schreins und forderten die Gläubigen auf, „Weisheit und Geduld“ zu zeigen.
Die iranischen Schreine werden von schiitischen Pilgern aus aller Welt besucht. Viele berühren und küssen die Heiligtümer; es wird vermutet, dass das Virus auch deshalb im Iran und insbesondere in schiitischen Gemeinden im Nahen und Mittleren Osten verbreitet wurde.
Präsident Hassan Ruhani erklärte am Dienstag, trotz der Schließungen „ist unsere Seele den Heiligen näher als in jeder anderen Zeit“.

AP

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