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Türkei holt mehr als 3600 Staatsbürger aus Europa zurück

09:30
17.03.2020
Angesichts der Coronavirus-Krise holt die Türkei 3614 Staatsbürger aus Europa nach Hause. Die Betroffenen würden aus neun europäischen Ländern, darunter Deutschland, bis Mitternacht mit der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines in die Türkei gebracht, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Dienstag in Ankara. Sie müssen demnach zwei Wochen lang in Quarantäne bleiben. Deshalb werden sie in Studentenwohnheimen in der Millionenstadt Istanbul und in der Nachbarprovinz Kocaeli untergebracht.
Cavusoglu sagte nicht, wie viele Türken, die sich in Deutschland aufhalten, betroffen sind. Die Türkei hat aus Sorge vor Verbreitung des Coronavirus inzwischen Flugverbindungen mit 20 Ländern eingestellt. Darunter sind Deutschland, Spanien, Frankreich und Österreich. Zudem hat Ankara das öffentliche Leben stark eingeschränkt.
Bislang wurden in der Türkei nach offiziellen Angaben 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Ankara gibt nicht bekannt, in welchen Städten oder Landesteilen die Betroffenen erfasst wurden. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) geht davon aus, dass die Dunkelziffer der Erkrankten höher ist als die offziellen Fallzahlen ist. Sie kritisiert zudem, dass zu wenig Tests vorhanden seien.

dpa

Robert-Koch-Institut stuft Risiko durch Coronavirus als „hoch“ ein

09:22
17.03.2020
Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft das Risiko für die Bevölkerung durch das neuartige Coronavirus nun als "hoch" ein. RKI-Präsident Lothar Wieler begründete die Änderung der Risikoeinschätzung am Dienstag in Berlin mit der großen Dynamik der Pandemie und dem starken Anstieg der Fallzahlen. Die Zahl der bestätigten Coronafälle in Deutschland lag bis Montagabend laut RKI bei 6012 Infizierten - das waren mehr als 1100 Fälle mehr als am Vortag.

AFP

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