Nach mehreren Ländern in Europa und anderen Weltregionen schließt jetzt auch das Urlaubsland Spanien wegen der Coronavirus-Krise seine Grenzen. An allen Grenzübergängen würden die Kontrollen um Mitternacht wiedereingeführt, teilte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Montag in Madrid mit. Diese Maßnahme werde zunächst für die Dauer des 15-tägigen, am Sonntag in Kraft getretetenen sogenannten Alarmzustandes gelten.
Spanier und in Spanien wohnende Ausländer dürfen nach den Angaben des Ministers der linken Koalitionsregierung weiterhin ins Land. Vom Einreiseverbot sei auch das diplomatische Personal ausgenommen. Ansonsten dürften Ausländer in den nächsten Tagen nur „bei Situationen von höherer Gewalt“ einreisen, betonte Grande-Marlaska. Der Warentransport sei nicht betroffen. Diese Maßnahme sei nach Absprache mit allen Partnern der Europäischen Union ergriffen worden.
Nach Italien ist Spanien das von der Krise am stärksten betroffene Land Europas. Die Zahl der Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert haben, kletterte nach Behördenangaben am Montag auf mehr als 9000. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle lag bei mehr als 330.
dpa