Letztes Update:
20200327160214

Volkswagen Slovakia stoppt Produktion

15:33
16.03.2020
Der Autohersteller Volkswagen hat sich entschieden, die Produktion in allen drei Werken in der Slowakei vorübergehend stillzulegen. Das bestätigte die Sprecherin von Volkswagen Slovakia, Lucia Kovarovic Makayova, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Firmenleitung wolle damit die Mitarbeiter vor einem Infektionsrisiko schützen und einen Beitrag zur Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung leisten. „Den Konzern um eine Unterbrechung der Produktion zu ersuchen, betrachten wir unter den aktuellen Umständen als die verantwortungsvollste Lösung“, erklärte der Unternehmensvorstand in Bratislava.
Am Montag waren die Standorte in Bratislava, Martin und Stupava zunächst noch in Betrieb geblieben. Dies sei notwendig gewesen, um eine schrittweise und geordnete Stilllegung der Produktion zu ermöglichen, begründete dies die Firma. Volkswagen Slovakia ist mit rund 15 000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber der Slowakei. Innerhalb des weltweiten Volkswagen-Konzerns nimmt vor allem der Standort Bratislava eine Schlüsselposition ein, weil dort Autos von fünf Marken des Konzerns zugleich hergestellt werden und das Werk bei Bedarf in der Lage ist, auch Produktionen anderer internationaler Standorte zu übernehmen.

dpa

Einbruch an der Wall Street fortgesetzt - Dow 12 Prozent tiefer

15:31
16.03.2020
Das Fiasko an den US-Aktienmärkten wegen der Coronavirus-Krise hat sich in der neuen Woche fortgesetzt. Nachdem der Handel am Montag zunächst für rund 15 Minuten ausgesetzt worden war, sackte der Dow Jones Industrial nach Wiederaufnahme um mehr als 12 Prozent ab. In der Folgezeit erholte sich der Leitindex etwas und notierte zuletzt noch 8,10 Prozent tiefer bei 21 306,66 Zählern. Am Freitag war der Dow noch um 9,4 Prozent gestiegen, hatte damit auf Wochensicht aber immer noch einen Verlust von mehr als 10 Prozent verbucht.
Der marktbreite S&P 500 verlor am Montag zuletzt 7,56 Prozent auf 2506,06 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 7,42 Prozent auf 7402,19 Zähler nach unten. Beide Indizes hatten zunächst ebenfalls prozentual zweistellig nachgegeben.
Die Maßnahmen mehrerer globaler Notenbanken verfehlten damit zunächst ihr Ziel. Am Markt hieß es, eine am Sonntag von der US-Notenbank vorgenommene Notfallaktion erhöhe derzeit sogar die Ängste vor dem Ausmaß der laufenden Viruskrise. Die Fed hatte den Leitzins überraschend auf fast null Prozent reduziert und ein Maßnahmenpaket in Koordination mit anderen Notenbanken angekündigt.

dpa

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