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Inselsperrungen wird Tourismus massiv belasten

09:12
16.03.2020
Der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dürfte den Tourismus auf den Inseln der Nord- und Ostsee massiv belasten. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hatten sich darauf verständigt, die Inseln für Gäste zu sperren. „Aus gesundheitlicher Sicht ist das die richtige Entscheidung, aus touristischer der Super-Gau“, sagte Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Mit dem Ostergeschäft rechnet keiner mehr.“ Dennoch rief er dazu auf, das Beste aus der Lage zu machen, die Gesundheit gehe vor.
Auf Wangerooge gebe es nur einen beziehungsweise vom kommenden Monat an zwei Ärzte, sagte Fangohr. „Für 10 000 Gäste ist das zu wenig.“ Im Falle gehäufter Infektionen „werden wir das nicht stemmen können“. Als Grund für die Abriegelung wurde zuvor genannt, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste.

dpa

Kinderbetreuung wird am Anfang noch "ruckeln"

09:02
16.03.2020
Angesichts der fast flächendeckenden Schließung von Schulen und Kitas in Deutschland rechnet der Deutsche Städtetag anfangs noch mit Problemen bei der Notbetreuung. "In den ersten Tagen wird es hier sicher noch ruckeln", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Saarbrücker Zeitung" vom Montag. Gleichwohl sei die Entscheidung richtig, "jetzt schnell Schulen und Kitas zu schließen"; bei Problemen seien "pragmatische Lösungen" gefragt.
"Die Notbetreuung rasch zu organisieren, ist zwar nicht einfach, aber wir werden das hinbekommen", äußerte sich Dedy grundsätzlich optimistisch. Erforderlich seien jetzt Bescheinigungen der Arbeitgeber für bestimmte Berufsgruppen, "dass Eltern am Arbeitsplatz unbedingt gebraucht werden". Die Städte würden dann für deren Kinder "eine funktionierende Notbetreuung realisieren".
Dedy räumte ein, dass die Umstellung für viele Eltern "nicht ganz ohne Reibungen" ablaufen werde. "Für die Eltern ist es oft schwierig, Betreuung kurzfristig selbst organisieren zu müssen", sagte der Städtetags-Hauptgeschäftsführer. "Helfen müssen ihnen dabei besonders die Arbeitgeber", die jetzt "wo immer möglich, flexibel reagieren" sollten. So sollten die Arbeitgeber zum Beispiel mehr Arbeit von zu Hause ermöglichen oder Überstundenausgleich gewähren. Pragmatisches Handeln sei auch in den Verwaltungen gefragt.

AFP

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