Letztes Update:
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Flächendeckende Schulschließungen derzeit nicht angezeigt

12:48
12.03.2020
Bundesweite Schulschließungen zur Eindämmung des Coronavirus soll es nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) momentan nicht geben. „Derzeit sind flächendeckende Schulschließungen noch nicht angezeigt“, sagte Karliczek am Donnerstag in Berlin. Allerdings müsse die Lage jeden Tag neu bewertet werden. Karliczek betonte aber: „Es ist nicht einfach die Frage: Wir machen alles dicht, und dann ist das Problem gelöst.“ Die Ministerin betonte: „Wir versuchen, einen Normalbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.“
Eltern bräuchten auch Betreuung für ihre Kinder.

Viele arbeiteten in der Pflege, bei der Feuerwehr oder im Gesundheitssystem. Jede Entscheidung habe viele Folgen. Karliczek mahnte eine bundesweit möglichst einheitliche Linie an. „Wir brauchen Kriterien, die angemessene Entscheidungen vor Ort ermöglichen.“ Dies sei auch Thema der Kultusministerkonferenz an diesem Donnerstag in Berlin. Erwartet wurde, dass sich auch die Ministerpräsidenten bei ihrem Treffen in Berlin mit dem Thema beschäftigen.

dpa

Irland schließt alle Schulen und Kindergärten

12:18
12.03.2020
Irland schließt wegen der Covid-19-Pandemie alle Schulen und Kindergärten. Die Regelung gelte von diesem Donnerstagabend bis zum 29. März, kündigte Premierminister Leo Varadkar an. Schüler und Studenten sollen vor allem online lernen. Alle staatlichen Kultureinrichtungen werden ebenfalls geschlossen.

Auch Veranstaltungen werden in Irland stark begrenzt: Es sind demnach keine Versammlungen in Räumen mit über 100 Personen mehr zugelassen. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Höchstgrenze bei 500 Teilnehmern. Restaurants, Cafés und Geschäfte bleiben geöffnet. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sollen ihren Betrieb zunächst nicht einstellen. Arbeitnehmern empfahl der Premier, zuhause zu arbeiten.

„Das Virus ist überall auf der Welt, es wird sich weiter ausbreiten“, sagte Varadkar. Aber die Ausbreitung könne verlangsamt werden. Die Menschen sollten ihre „sozialen Interaktionen“ deshalb auf ein Minimum reduzieren. Bereits zuvor hatte Irland landesweit alle Paraden zum St. Patrick's Day am 17. März gestrichen. Im Land sind bislang einige Dutzend Infektionen und ein Todesfall registriert.

dpa

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