Letztes Update:
20200327160214

Von Reisen nach ganz Italien wird abgeraten

11:43
10.03.2020
Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Italien rät die Bundesregierung nun von allen nicht erforderlichen Reisen in das Land ab. Die Reisehinweise des Auswärtigen Amts wurden am Dienstag entsprechend aktualisiert. Zuvor hatte die italienische Regierung die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land ausgeweitet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von Reisen in besonders stark betroffene Regionen im Norden des Landes ausdrücklich abgeraten.
Auf eine Reisewarnung - wie für Teile Chinas - verzichtet die Bundesregierung weiterhin. Reisewarnungen werden nur bei einer akuten Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen und sind daher selten. Sie können eine kostenfreie Stornierung von Reisen ermöglichen.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass die Rückkehr an einen Wohnort sowohl innerhalb als auch außerhalb Italiens derzeit weiterhin möglich ist. Mit Kontrollen und Nachfragen von Sicherheits- und Ordnungskräften müsse aber gerechnet werden. Eine Selbsterklärung über die Notwendigkeit einer Fahrt innerhalb des Landes müsse ausgefüllt und mitgeführt werden.

dpa

Dänemark stoppt Flugverkehr aus Coronavirus-Zentren

11:25
10.03.2020
Flugzeuge aus besonders vom Coronavirus betroffenen Regionen dürfen bis auf Weiteres nicht mehr in Dänemark landen. Der Flugverkehr aus den sogenannten roten Zonen - dazu zählen der Iran, weite Teile Norditaliens sowie Gebiete in Österreich, China und Südkorea - werde eingestellt, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Von Reisen in diese Gebiete solle man dringend absehen. Nach Angaben des dänischen Verkehrsministeriums tritt die Maßnahme um Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Sie gilt zunächst für 14 Tage, kann jedoch bei Bedarf verlängert werden.
„Diese Situation kann sich ernsthaft, sehr ernsthaft entwickeln“, sagte Frederiksen. Als sie am Freitag zu einer Pressekonferenz geladen habe, seien es 21 bestätigte Infektionsfälle in Dänemark sowie zwei auf den Färöer-Inseln gewesen. Nur vier Tage später seien es jetzt bereits 156. Im Gesundheitswesen drohe ein personeller Engpass, sollte sich das Virus weiter verbreiten, sagte sie.
Jeder einzelne Bürger habe eine Verantwortung, seinen Teil gegen eine weitere Ausbreitung beizutragen, sagte Frederiksen. Das Verkehrsministerium teilte parallel mit, dass innerhalb Dänemarks wenn möglich in den Hauptverkehrszeiten auf den öffentlichen Nahverkehr verzichtet werden sollte.

dpa

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