Letztes Update:
20200327160214

Bahnfahrer waschen sich an Bord häufiger die Hände

09:51
10.03.2020
Bahnreisende achten nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stärker auf Hygiene: Um bis zu 20 Prozent sei der Verbrauch von Seife und Desinfektionsmitteln in den vergangenen Tagen und Wochen an Bord der Züge gestiegen, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage mit. Der Konzern verkürze zudem schrittweise die Reinigungsintervalle der Fernzüge. „Die Bahn verteilt aktuell an fahrende Mitarbeitergruppen im Kundendienst (Zugbegleiter, Busfahrer) 100 000 Mundschutzmasken“, hieß es.
Noch sei nicht absehbar, wie viele Fahrgäste die Bahn aufgrund des Sars-CoV-2 genannten Virus verlieren wird. „Der Bahn-Betrieb läuft derzeit regulär“, teilte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber mit. „Allerdings spüren wir in den letzten drei, vier Tagen, dass die Buchungen zurückgehen.“ Absagen großer Messen wie der Tourismusmesse ITB in Berlin schränkten Dienstreisen ein. „Das wirkt sich natürlich auch auf die Fahrgastzahlen aus.“

dpa

Besucher steckt Patient an - 30 Klinik-Mitarbeiter bleiben zu Hause

09:37
10.03.2020
Weil vermutlich ein Besucher einen Patienten mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hat, dürfen 30 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter der Uniklinik Freiburg vorerst nicht zur Arbeit. Keiner von ihnen sei aber bislang an der Covid-19-Lungenkrankheit erkrankt, teilte ein Sprecher der Klinik am Dienstag mit. Die Menschen seien in häuslicher Quarantäne. Der Betrieb im Krankenhaus ist den Angaben zufolge nicht beeinträchtigt.
Bei insgesamt rund 13 000 Beschäftigten sei der Ausfall der 30 kompensierbar, sagte der Kliniksprecher. Wie lange die Mitarbeiter zu Hause bleiben müssen, werde in den nächsten Tagen individuell entschieden. Nicht bei jedem mache ein Test Sinn, erläuterte der Sprecher. Anhand der Dienstpläne lasse sich herausfinden, wer wann mit dem betroffenen Patienten in Kontakt getreten sein könnte. Nun gilt es, diejenigen herauszufinden, die tatsächlich mit ihm zu tun hatten. Der Patient ist in der Klinik isoliert.
Das Universitätsklinikum bat in einer Mitteilung darum, auf Besuche so weit wie möglich zu verzichten. „Wer krank ist oder sich krank fühlt, sollte auf keinen Fall einen Besuch in einem Krankenhaus abstatten“, sagte der Kliniksprecher. Das gilt demnach nicht nur in Zeiten des Coronavirus.

dpa

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