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20200327160214

Zahl der Fälle in Frankreich auf mehr als tausend gestiegen

19:23
08.03.2020
Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Frankreich ist auf mehr als tausend gestiegen. Mittlerweile hätten sich 1126 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Sonntagabend mit. Die Zahl der Todesopfer liegt demnach bei 19.
Frankreich ist mit Italien und Deutschland das am stärksten betroffene Land in der EU. Präsident Emmanuel Macron hat für den Abend ein Krisentreffen einberufen, an dem unter anderem Gesundheitsminister Olivier Véran teilnimmt. Die französische Regierung bereitet sich darauf vor, Stufe drei des Schutzprogramms auszurufen. Erwogen wird eine flächendeckende Schließung von Schulen wie in Italien oder die Einschränkung öffentlicher Verkehrsmittel.
Auf der zweiten Stufe hatte Frankreich Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern auf engem Raum untersagt. Zuletzt wurden vor allem Messen abgesagt. Der Paris-Marathon wurde auf Oktober verschoben.

AFP

Bundesliga-Saison soll wie geplant zu Ende gebracht werden

18:26
08.03.2020
Trotz möglicher Geisterspiele wegen der Ausbreitung des Coronavirus will die Fußball-Bundesliga ihre Saison wie geplant bis Mitte Mai zu Ende bringen. „Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit“, sagte Geschäftsführer Christian Seifert laut einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga vom Sonntag. Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten in beiden Spielklassen ermittelt werden.
Zuvor hatte Gesundheitsminister Jens Spahn empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht noch zu zaghaft, sagte der CDU-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.
Die Clubs würden sich mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen, sagte Seifert. Die DFL kündigte an, kurzfristig ein Krisentreffen mit den Clubs anzusetzen. Es sei „eine schwierige Situation“, sagte Seifert. Die Gesundheit habe oberste Priorität. „Dabei muss es das Ziel sein, in unterschiedlichen Lebensbereichen den jeweils angemessenen Weg zu finden zwischen berechtigter Vorsorge und übertriebener Vorsicht“, sagte der DFL-Chef.
Von den von Spahn angemahnten Absagen könnten auch Spiele in den höchsten Spielklassen im Fußball, Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball betroffen sein. Bislang hatten Ligaverbände und Vereine stets auf die Zuständigkeit der Behörden verwiesen und Absagen oder Spiele vor leeren Stadien und Hallen bislang vermieden.

dpa

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