Letztes Update:
20200327160214

Kontakt mit Coronavirusinfizierter: Schulen und Internate geschlossen

13:47
08.03.2020
Weil Lehrer einer Gesamtschule in Neustadt (Dosse) Kontakt zu einer auf den Coronavirus positiv getesteten Berlinerin hatten, sind Einrichtungen vorsorglich geschlossen worden. Das teilten die Schule und der Landkreis (Ostprignitz-Ruppin) am Sonntag mit. Demnach handelt sich um die Prinz-von-Homburg-Schule mit angeschlossener Grundschule sowie der Förderschule. Auch die Reitinternate Mühle Spiegelberg und Schloss Spiegelberg bleiben bis einschließlich 17. März 2020 geschlossen. Das Gesundheitsamt des Landkreises habe sich hierzu mit dem Staatlichen Schulamt und dem Amt Neustadt (Dosse) verständigt, hieß es. Die Schulen werden von insgesamt 730 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region besucht. Das Gesundheitsamt wollte am Sonntagnachmittag in Neuruppin weitere Details bekannt geben.
Anfang März hatten den Angaben zufolge drei Mitarbeiter des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts in einer Beratung im Neustädter Internat Kontakt zu einer auf den Erreger Sars-CoV-2 - der die Krankheit Covid-19 auslöst - positiv getesteten Teilnehmerin aus Berlin. An dieser Beratung hatten auch einzelne Lehrer der Prinz-von-Homburg-Schule und eine Mitarbeiterin des Amtes Neustadt teilgenommen.

dpa

Zweiter Todesfall in der Schweiz

13:11
08.03.2020
In der Schweiz gibt es den zweiten Todesfall infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Der Kanton Basel-Landschaft teilt mit, eine Person sei in einem Krankenhaus in Liestal an der Erkrankung gestorben. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind in der Schweiz bis zum Sonntagmittag 281 Infektionsfälle bestätigt.

reuters

Spahn: Es müssen mehr Großveranstaltungen abgesagt werden

09:49
08.03.2020
Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weitere merkliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland. „Sicherheit geht vor. Daher werden noch mehr Großveranstaltungen abgesagt werden müssen“, schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter.

Zuletzt hatte es unter anderem Kritik daran gegeben, dass etwa Bundesligaspiele und andere Massenveranstaltungen in Deutschland zum Großteil wie geplant stattfinden, während anderswo in Europa restriktiver vorgegangen wird.

Spahn schrieb weiter, Absagen großer Veranstaltungen hätten insbesondere für kleinere Betriebe, für Handwerker, Gastronomen oder Dienstleister, große wirtschaftliche Folgen. „Daher sollten wir hier über eine gezielte und zügige Hilfe nachdenken“, schrieb er - auch mit Blick auf den Koalitionsausschuss am Sonntagabend in Berlin.

In der „Bild am Sonntag“ hatte Spahn zuvor bundesweiten Schulschließungen zur Verhinderung einer Epidemie eine Absage erteilt. „Die Schließung von Schulen können laut Infektionsschutzgesetz nur die lokalen Behörden anordnen“, sagte er. „Ich würde eine bundesweite Schließung auch für falsch halten.“

dpa

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