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Bundesweite Aktionswoche für Corona-Impfung hat begonnen

10:26
13.09.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zum Auftakt der bundesweiten Aktionswoche zur Corona-Impfung aufgerufen. "Ganz viele" bislang noch Ungeimpfte seien nicht gegen eine Impfung, sagte Spahn am Montag. Es gehe für viele um die "einfache Gelegenheit", sich impfen zu lassen. In der Impfaktionswoche bieten mobile Teams Impfungen an vielen Orten des Alltags an. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) verwies darauf, dass eine hohe Impfquote besonders den Kindern nütze.

Es gehe darum, vor Herbst und Winter nochmal mehr Menschen zu überzeugen, sagte Spahn dem Sender WDR 5. "Jetzt, wo auch die Impfzentren Ende September schließen werden, wechseln wir stärker auf mobile Teams", so der Minister.

Karliczek sagte der Nachrichtenagentur AFP: "In dieser Woche sollten sich alle die, die sich bisher nicht haben impfen lassen, einen Ruck geben." Sie wolle "daran erinnern, dass eine hohe Impfquote jetzt auf besondere Weise unseren Kindern nützt", sagte die Bildungs- und Forschungsministerin. Für Kinder unter zwölf gibt es bisher keine zugelassenen Corona-Impfstoffe.

Jugendlichen ab zwölf Jahren empfahl Karliczek die Impfung. Sie unterstrich, dass die zugelassenen Impfstoffe wirksam und sicher seien: "Der Nutzen einer Impfung übertrifft mögliche etwaige Nebenwirkungen um ein Vielfaches."

Die Aktionswoche soll Schwung in die ins Stocken geratene Impfkampagne bringen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es gebe inzwischen "an die 700 Aktionen, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger unkompliziert, kostenfrei und ohne große Anmeldung impfen lassen können". Als Beispiele nannte er Museen, Kirchen, Moscheen, Zoos, Herbstmärkte, Feuerwachen oder wie in Chemnitz die Straßenbahn. Seibert betonte, dass derartige Angebote nicht nur auf die Aktionswoche beschränkt seien.

Seibert zufolge sind aktuell 62,2 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft, 66,5 Prozent haben eine erste Impfung erhalten. "Jede weitere Impfung zählt und wird uns sicherer in Herbst und Winter gehen lassen", betonte der Regierungssprecher.

afp

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