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Merkel ruft Bevölkerung zum Impfen auf

10:53
13.07.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland eindringlich zur Corona-Impfung aufgerufen. Um auch mit aggressiveren Varianten des Virus zurechtzukommen, müssten 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen geimpft sein sowie 90 Prozent der über 60-Jährigen, sagte sie am Dienstag beim Besuch im Robert Koch-Institut in Berlin. „Von diesen Impfquoten sind wir noch weit entfernt“. Ohne deutlich höhere Quoten werde es wieder sehr hohe Covid-19-Fallzahlen geben, warnte Merkel.

Die Pandemie habe gezeigt, „dass wir wechselseitig verwundbar sind und dass wir aufeinander angewiesen sind“, sagte die Kanzlerin. Niemand sei für sich allein geschützt. Manchen möge eine Impfung überflüssig erscheinen, weil sie meinten, körperlich unverwundbar zu sein, manchen erscheine sie bedrohlich, weil sie damit keine Erfahrung hätten. Sie sage allen, die sich unsicher seien: „Eine Impfung schützt nicht nur Sie, sondern auch immer jemanden, dem sie nahe stehen, der ihnen wichtig ist, den sie lieben.“ Merkel fügte hinzu: „Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein, umso freier können wir wieder leben.“
Eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal wie etwa in Frankreich lehnte Merkel ab. Es gebe das Potenzial in der Bevölkerung, um durch Werben Vertrauen zu gewinnen.

Aktuell haben mehr als 58 Prozent der Menschen in Deutschland eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Etwa 43 Prozent haben den vollständigen Schutz, für den bei den meisten Herstellern zwei Impfungen erforderlich sind. Zuletzt ist die Zahl der Impfungen zurückgegangen.

epd

Kurz nach Ende der Homeoffice-Pflicht: Weniger Beschäftigte arbeiten zu Hause

11:02
12.07.2021
Trotz der erst Ende Juni ausgelaufenen Homeoffice-Pflicht haben schon im vergangenen Monat weniger Beschäftigte zu Hause gearbeitet. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts fiel der Anteil derjenigen, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, im Juni von 31,0 Prozent auf 28,4 Prozent. "Mit dem abklingenden Infektionsgeschehen und der steigenden Impfquote kehren Beschäftigte in die Präsenzarbeit zurück", erklärte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour.
Im Dienstleistungsbereich ging der Anteil von 41,5 auf 38,5 Prozent zurück. Damit war die Homeoffice-Nutzung in diesem Bereich aber noch überdurchschnittlich. Bei den IT-Dienstleistern blieben dabei die meisten Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice: Die Quote fiel nur leicht von 80,4 auf 76,0 Prozent. In der Filmbranche gab es dagegen einen deutlichen Rückgang von 54,8 Prozent auf 44,4 Prozent.
Im Verarbeitenden Gewerbe waren laut der Befragung in der Bekleidungsindustrie überdurchschnittlich viele Beschäftigte im Homeoffice, allerdings fiel die Quote deutlich von 37,5 Prozent im Mai auf 32,8 Prozent. Auch bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten kamen viele Beschäftigte aus dem Homeoffice zurück: In diesem Bereich fiel der Wert 

AFP

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