Letztes Update:
20210607100035

Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson

16:55
27.05.2021
Der US-Hersteller Johnson & Johnson hat nach Angaben aus EU-Kreisen Lieferprobleme bei seinem Corona-Impfstoff angezeigt. Die für das zweite Quartal erwarteten 55 Millionen Impfstoffdosen würden wohl nicht erreicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Brüssel. Hintergrund seien ein bereits bekannter Produktionsausfall in den USA sowie Ausfuhrbeschränkungen der US-Behörden für fertig produzierten und verpackten Impfstoff.

Johnson & Johnson ist einer von vier Herstellern mit einer EU-Zulassung für Corona-Impfstoff. Da im Gegensatz zu anderen Impfstoffen nur eine Spritze zur Immunisierung reicht, gilt das Vakzin als besonders wichtig für die Impfkampagne. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet mit gut 10 Millionen Impfdosen für Deutschland von April bis Ende Juni und hat diese Prognose auch noch nicht geändert.
Offiziell erklärte ein Sprecher der EU-Kommission, die Mitgliedsstaaten seien von der europäischen Johnson & Johnson-Tochter Janssen über Verzögerungen informiert worden. Es handele sich um eine befristete Kürzung der Lieferung, die später ausgeglichen werde. Man gehe weiter davon aus, dass bis Juli genügend Corona-Impfstoff von den Herstellern geliefert werde, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen.

dpa

Haseloff und Kretschmer: Corona-Impfung auch für Kinder freiwillig

16:50
27.05.2021
Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff (beide CDU), haben bekräftigt, dass Corona-Impfungen auch für Kinder freiwillig bleiben sollen. Weder für den Schulbesuch noch für den Sommerurlaub werde eine solche Impfung vorausgesetzt, sagten die Regierungschefs auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag in Leipzig. „Wir haben immer deutlich gemacht: Geimpft, genesen, getestet - das ist gleichgestellt“, sagte Kretschmer. Die Entscheidung über die Impfungen liege bei den Eltern und Ärzten, sagte Haseloff.

Zuvor hatten Kretschmer und Haseloff mit ihren Amtskollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen, dass ab dem 7. Juni auch Kinder ab zwölf Jahren in Deutschland mit Biontech geimpft werden können. Voraussetzung ist, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff für diese Altersgruppe freigibt, wovon Bund und Länder in einem Beschlusspapier ausgehen. Die genaue Organisation der Impfungen sollen die Länder übernehmen.

dpa

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