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Astrazeneca in Großbritannien nur noch für über 40-Jährige

11:35
07.05.2021
Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Diese Empfehlung veröffentlichte am Freitag das Wissenschaftskomitee JCVI, das die Impfkampagne im Königreich überwacht. Nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA wurden nach den inzwischen mehr als 28 Millionen Impfungen mit dem Vakzin in Großbritannien 242 Thrombose-Fälle registriert.
Das JCVI hatte im April bereits empfohlen, Astrazeneca wenn möglich nur bei über 30-Jährigen einzusetzen. Nun hob es die empfohlene Altersgrenze nochmals an. Es betonte zugleich, dass es sich um eine "Vorsichtsmaßnahme" handele. MHRA-Chefin June Raine betonte ihrerseits bei einer Pressekonferenz, die Vorteile der Impfung mit Astrazeneca seien "bei der großen Mehrheit" der Bevölkerung weiter deutlich größer als die Risiken von Nebenwirkungen. Dies gelte vor allem für ältere Menschen.
Wegen seltenen Fällen von schweren Thrombosen nach Impfungen wird das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers in einigen europäischen Ländern derzeit nicht genutzt, andere haben Altersgrenzen gesetzt. In Deutschland wird Astrazeneca aktuell für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, Jüngeren kann es auf deren Wunsch hin und nach eingehender Beratung verabreicht werden.

AFP

Spahn: "Die dritte Welle scheint gebrochen"

09:13
07.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich angesichts deutlich fallender Corona-Infektionszahlen zuversichtlich, warnt aber vor zu schnellen Lockerungen. "Die dritte Welle scheint gebrochen", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. "Diesen Trend gilt es jetzt zu verstetigen." Noch seien die Infektionszahlen in Deutschland aber zu hoch und müssten runter. Zu schnelle Lockerungen seien daher eine Gefahr. "Das trägt auch ein Risiko in sich." Wenn es Lockerungen gebe, dann am besten in Außenbereichen und zusammen mit Testmöglichkeiten.
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ergänzte, vor umfangreichen Lockerungen der Corona-Einschränkungen müssten "deutlich über 80 Prozent" der Bürger gegen das Virus immunisiert sein. Dann werde es zwar noch Infektionen geben, aber keine neuen Wellen mehr. Es gebe mittlerweile aber die Hoffnung, die Pandemie bald kontrollieren zu können. Die Inzidenzen gingen in allen Altersgruppen zurück, zugleich würden immer mehr Menschen geimpft. Allerdings könne für die Intensivstationen noch keine Entwarnung gegeben werden.

Reuters

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