Die angekündigten Schritte zur Testpflicht für Schüler in stark virusbelasteten Regionen werden von den Gewerkschaften weitgehend begrüßt. Es gebe aber nach wie vor Fragen, die auch die jüngste Handreichung des Kultusministeriums nicht beantworte, sagte ein Verdi-Sprecher am Donnerstag. „Grundsätzlich geht das aber in die richtige Richtung“, ergänzte er. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rief die Schulleitungen und Lehrkräfte auf, die Woche nach den Osterferien zu nutzen, um die nötigen Vorbereitungen für die neue Teststrategie zu treffen.
Dagegen äußerte die Vereinigung von Schulleiterinnen und Schulleitern starke Zweifel am Konzept. „Es fehlt an Vorlagen, der Dokumentationsaufwand wird immens und es wird kaum möglich sein, das Ganze organisatorisch in den Ferien zu stemmen“, warnte deren Vorsitzender Werner Weber, Rektor einer Schule in Heidenheim. „Das ist mit ganz heißer Nadel gestrickt und lässt sich in den Ferien nicht umsetzen“, sagte er der dpa. Zudem müssten Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte täglich und nicht nur zwei Mal wöchentlich getestet werden, wenn der Schutzgedanke ernst genommen werden soll.