Letztes Update:
20210205154238

Britische Forscher testen Impfstoff-Kombination - Weltweit 4000 Virus-Varianten

10:40
04.02.2021
Angesichts des enormen Impfstoff-Bedarfs und einer wachsenden Zahl an Corona-Mutationen testen britische Forscher, wie wirksam die Kombination zwei verschiedener Vakzine ist. Sie starteten am Donnerstag eine klinische Studie zur Untersuchung der Immunreaktionen bei der Verabreichung der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von AstraZeneca in unterschiedlicher Abfolge und in Auffrischungsabständen von vier und zwölf Wochen. Die Tests sollen klären, ob bei Verteilung und Verabreichung der Impfungen weltweit mehr Flexibilität möglich sei. Erste Ergebnisse werden im Juni erwartet.

Derzeit gibt es nach Angaben der britischen Regierung weltweit rund 4000 Corona-Varianten. Es sei zwar sehr unwahrscheinlich, dass die gegenwärtigen Impfstoffe bei den Mutanten unwirksam seien, vor allem was schwere Erkrankungen angehe, sagte der für den Impfstoff-Einsatz zuständige Minister Nadhim Zahawi. Die Hersteller arbeiteten aber bereits an einer Anpassung und Verbesserung ihrer Impfstoffe, um auch gegen gefährliche Mutanten gewappnet zu sein. Dem "British Medical Journal" zufolge ist allerdings wahrscheinlich nur eine sehr kleine Minderheit der Mutationen von nennenswerter Bedeutung. Zuletzt gab es vor allem wegen in Großbritannien und in Südafrika aufgetretenen Varianten Sorgen, da diese Mutanten sehr viel ansteckender sein sollen.

Reuters

Mehrheit der deutschen Olympioniken will keine Impf-Bevorzugung

13:25
05.02.2021
Die große Mehrheit der deutschen Kandidaten für die Olympischen Spiele in Tokio plädiert dafür, Sportler nicht zu bevorzugen und die bundesweit vorgesehene Reihenfolge bei den Corona-Impfungen einzuhalten. Das hat eine in den vergangenen zwei Wochen durchgeführte Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unter rund 1700 potenziellen Olympia-Teilnehmern ergeben, teilte der DOSB am Freitag mit. Von den 676 Athleten, die vollständig ausgefüllte Antworten abgaben, befürworten 73 Prozent die bislang festgelegte Impf-Reihenfolge. Lediglich 18 Prozent wünschen sich eine andere Priorisierung.

Auch knapp drei Viertel der Deutschen lehnen die Bevorzugung von Spitzensportlern bei Corona-Schutzimpfungen ab, wie aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des WDR-Magazins „Sport inside“ hervorgeht. 73 Prozent sind demnach der Meinung, der Vorschlag, an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmende Athleten bevorzugt zu impfen, gehe in die falsche Richtung. Bei Frauen (78 Prozent) ist diese Ablehnung höher als unter Männern (67 Prozent). Etwa ein Viertel (24 Prozent) der Befragten sprach sich dafür aus, wie aus den von der ARD-„Sportschau“ am Freitag veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

„Damit beweist das Team D einmal mehr ein vorbildliches Verantwortungsbewusstsein im Sinne der gesamten Gesellschaft“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Das jetzt vorliegende Gesamtergebnis bestätigt unsere seit Wochen kommunizierte Haltung.“ Der DOSB erwarte keine Vorzugsbehandlung für den Spitzensport, hoffe aber darauf, dass im zweiten Quartal ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, um die Athleten sicher zu den großen Ereignissen des Weltsports entsenden zu können.

dpa

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen