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Dramatische Corona-Lage in Portugal: Regierung schließt Schulen

16:04
21.01.2021
Wegen der sich drastisch zuspitzenden Corona-Krise werden in Portugal alle Kindertagesheime, Schulen und Universitäten geschlossen. Die Maßnahme werde ab Freitag und für die nächsten zwei Wochen gelten, erklärte Ministerpräsident António Costa am Donnerstag in Lissabon. Costa begründete die umstrittene Schließung mit dem starken Anstieg der Ansteckungen im Zusammenhang mit der in Großbritannien aufgetretenen Virus-Mutation. Nach amtlichen Angaben macht diese derzeit 13 Prozent der Neuinfektionen aus.

Die Zahlen Portugals seien „besonders dramatisch“, hatte Costa zuvor gesagt. Das Land mit rund 10,3 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch einen neuen Höchstwert an Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die 14 647 neuen Fälle würden auf Deutschland umgerechnet, das etwa acht Mal so viele Einwohner hat, knapp 120 000 Ansteckungen an einem einzigen Tag bedeuten. Am Donnerstag wurden in Portugal 13 544 Neuinfektionen gemeldet. Wegen der schlimmen Lage waren zuletzt auch Forderungen nach einer Verlegung der für Sonntag angesetzten Präsidentenwahl laut geworden.

Costa sagte, die nächsten 15 Tage werde es auch kein Online-Lernen geben. Der ausgefallene Präsenzunterricht solle in kommenden Ferien nachgeholt werden. Einige Schulen würden aber zur Betreuung der Kinder von Arbeitnehmern wesentlicher Sektoren geöffnet bleiben. Auf einer außerordentlichen Kabinettssitzung wurde auch die Schließung aller Bürgerberatungsstellen beschlossen. Zudem sollen sich Gerichtsverhandlungen auf dringende Fälle beschränken.

dpa

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