Letztes Update:
20210120105232

Afrikanische Länder bekommen deutlichen Preisnachlass auf Impfstoff

10:51
20.01.2021
Die Länder Afrikas bekommen den Impfstoff gegen Covid-19 schon zum Teil ab drei Dollar pro Dosis und damit deutlich günstiger als etwa die Europäer. Das geht aus einem Dokument der Afrikanischen Import-Export-Bank hervor, das Reuters vorliegt. Demnach wird der Hersteller AstraZeneca 100 Millionen Einheiten zu je drei Dollar und damit zu etwa dem Preis liefern, den auch Indien zahlt. Die deutsche Biontech und ihr Partner Pfizer steuern 50 Millionen Einheiten zu je 6,75 Dollar bei - Europa zahlt hier 19 Dollar, Israel 30 Dollar.

Johnson & Johnson liefert 120 Millionen Dosen zu je zehn Dollar, das sind etwa 4,50 Dollar weniger als die USA zahlen. Die afrikanischen Länder müssen zunächst nur einen kleinen Teil der Kosten finanzieren. Den übrigen Betrag können sie über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren begleichen.

Reuters

Neue Regeln fürs Homeoffice - Heil nimmt Arbeitgeber in die Pflicht

10:08
20.01.2021
Der Rückzug vom Arbeitsplatz ins Homeoffice soll ein zentraler Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie werden. Nach dem Willen von Bund und Ländern müssen Arbeitgeber dies überall dort möglich machen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Dadurch sollen Kontakte am Arbeitsort, aber auch auf dem Weg zur Arbeit reduziert werden. Details der geplanten Vorgaben will Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch (11.00 Uhr) vorstellen.

In der entsprechenden Verordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, Arbeitgeber hätten Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstünden. Das Ministerium spricht in den Erläuterungen zur Verordnung von einer „Pflicht“, Homeoffice anzubieten, „soweit dies nach den betrieblichen Gegebenheiten möglich ist“.

Heil warnte am Dienstagabend bei „Bild live“ Arbeitgeber davor, die Möglichkeit zum Homeoffice willkürlich zu verneinen und kündigte Kontrollen an. „Sie müssen klar sagen, wo es geht - und auch, wo es nicht geht. Wo es möglich ist, sollen sie es ermöglichen, und das wird im Zweifelsfall auch von Arbeitsschutzbehörden überprüft.“ Für die Beschäftigten besteht laut Ministerium keine Verpflichtung zur Annahme und Umsetzung eines Homeoffice-Angebots.

Kontrollen oder Sanktionen bei der Einhaltung der Homeoffice-Regelungen werden nach Meinung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aber „nur ganz selten“ gebraucht werden. „Wir wollen kein bürokratisches Gebilde, sondern wir wollen erreichen, dass es flexibel im Interesse der Betriebe und Arbeitnehmer funktioniert“, sagt er im ARD-„Morgenmagazin“ am Mittwoch. Es müssten so wenig Menschen wie möglich im öffentlichen Nahverkehr oder auf den Straßen sein. „Wir müssen soziale Kontakte reduzieren“, so Altmaier. „Wir wollen so wenig staatliche Regulierungen wie möglich.“

dpa

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