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Guterres: Corona-Impfstoffe müssen „globales öffentliches Gut“ sein

10:02
18.12.2020
UN-Generalsekretär António Guterres hat einen gerechte weltweite Verteilung der Impfstoffe gegen das Coronavirus gefordert. „Jetzt ist es wichtig, dass die Impfstoffe als globales öffentliches Gut betrachtet werden“, sagte er am Freitag in Berlin in einer Rede im Bundestag. „Sie müssen überall und für alle Menschen zugänglich und bezahlbar sein. Ein Impfstoff, der den Menschen gehört.“

Guterres sprach unter dem Beifall der Abgeordneten den Gründern der Mainzer Firma Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, seine „tiefe Anerkennung für ihren großen Beitrag zur Entwicklung eines Impfstoffs“ aus. Der Bundesregierung dankte er für ihren Einsatz zur Entwicklung und gerechten Verteilung von Impfstoffen, Diagnostika und Behandlungen.

Vorgehen müsse man auch gegen „das Virus der Fehlinformationen“, sagte Guterres. „Auf der ganzen Welt beobachten wir, wie Populismus Wissenschaft ignoriert und die Menschen irreführt. Und es verbreiten sich Fehlinformationen, Mythen und wilde Verschwörungstheorien.“ Die Vereinten Nationen arbeiteten daran, „Vertrauen in die Impfung zu schaffen - basierend auf Wissenschaft und Fakten“.

dpa

China will 50 Millionen Menschen in acht Wochen gegen Corona impfen

09:10
18.12.2020
China will bis Anfang Februar rund 50 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Vor der Hauptreisezeit des Jahres anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes am 11. Februar sollen rund 100 Millionen Dosen für eine Zweifachimpfung von Risikogruppen verteilt werden, berichtete die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ am Freitag.

Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin wollte sich auf Journalistenfragen in Peking nicht dazu äußern, sondern verwies auf zuständige Behörden. Wie die „SCMP“ weiter berichtete, wurden am Mittwoch Beamte der Gesundheitsämter aus dem ganzen Land zu einem vorbereitenden Treffen über Video zusammengerufen.
Dabei seien sie über die Logistik wie Impfzentren, Transport und Registrierung unterrichtet worden. Auch wurden sie angewiesen, mögliche Nebenwirkungen zu identifizieren und zu dokumentieren. Die Impfstoffe stammten von den chinesischen Firmen Sinopharm und Sinovac.
Zu den Risikogruppen zählten Polizisten, Feuerwehrleute, Zollbeamte, Fracht- und Transportarbeiter, Grenzbeamte, Altenpflegekräfte, Bestatter, Mitarbeiter der Müllabfuhr und der öffentlichen Versorgungsbetriebe. Auch Personen, die wegen Arbeit oder Studium ins Ausland reisten, könnten sich impfen lassen.

Bisher wurden schon mehr als einer Million Menschen chinesische Impfstoffen verabreicht. Grundlage ist eine Notverordnung. Die fünf chinesischen Impfstoffe haben die dritte Phase der klinischen Versuche noch nicht abgeschlossen, sind aber beispielsweise von den Vereinigten Arabischen Emiraten schon zugelassen worden. Auch Indonesien erhielt zunächst schon 1,2 Millionen Dosen.

dpa

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