Das für arme Länder aufgelegte Impfprogramm Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht auf der Kippe. Laut internen Dokumenten, in die die Nachrichtenagentur Reuters Einsicht hatte, besteht ein "sehr hohes" Risiko des Scheiterns. Covax ist das zentrale weltweite Programm, um Milliarden von Menschen in einkommensschwachen oder armen Ländern mit Corona-Impfstoffen zu versorgen.
Es zielt darauf ab, bis Ende kommenden Jahres mindestens zwei Milliarden Impfstoffdosen zur Verfügung zu stellen für Menschen in 91 Staaten, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika. Doch das Projekt sieht sich vor massiven Problemen, wie aus internen Papieren von Covax-Organisatoren hervorgeht. Demnach fehlt es an ausreichend finanziellen Mitteln. Ferner gebe es Risiken bei der Impfstofflieferung sowie Schwierigkeiten wegen komplizierter vertraglicher Vereinbarungen. Dies könne dazu führen, dass die Impfstoffe erst 2024 bei den Zielgruppen ankommen.