Letztes Update:
20201217081826

Impfstoffprogramm der WHO für arme Länder droht Scheitern

12:51
16.12.2020
Das für arme Länder aufgelegte Impfprogramm Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht auf der Kippe. Laut internen Dokumenten, in die die Nachrichtenagentur Reuters Einsicht hatte, besteht ein "sehr hohes" Risiko des Scheiterns. Covax ist das zentrale weltweite Programm, um Milliarden von Menschen in einkommensschwachen oder armen Ländern mit Corona-Impfstoffen zu versorgen.

Es zielt darauf ab, bis Ende kommenden Jahres mindestens zwei Milliarden Impfstoffdosen zur Verfügung zu stellen für Menschen in 91 Staaten, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika. Doch das Projekt sieht sich vor massiven Problemen, wie aus internen Papieren von Covax-Organisatoren hervorgeht. Demnach fehlt es an ausreichend finanziellen Mitteln. Ferner gebe es Risiken bei der Impfstofflieferung sowie Schwierigkeiten wegen komplizierter vertraglicher Vereinbarungen. Dies könne dazu führen, dass die Impfstoffe erst 2024 bei den Zielgruppen ankommen.

Reuters

Lastwagen mit Corona-Impfstoffen dürfen auch sonntags fahren

11:19
16.12.2020
Lastwagen mit dem Corona-Impfstoff an Bord dürfen im Südwesten auch an Sonn- und Feiertagen fahren. „In Baden-Württemberg gilt eine Ausnahmegenehmigung“, sagte ein Sprecher des Landesverkehrsministeriums am Mittwoch in Stuttgart. Allerdings sei zu erwarten, dass der Impfstoff vor allem mit kleineren Fahrzeugen transportiert werde.

Generell gilt in Deutschland, dass Lastwagen über 7,5 Tonnen an Sonn- und Feiertagen von 0.00 bis 22.00 Uhr nicht fahren dürfen. Es gibt aber Ausnahmen, zum Beispiel für den Transport von frischen Lebensmitteln.
Ebenfalls am Dienstag hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA in Amsterdam angekündigt, sie werde am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffs von Pfizer und Biontech vorlegen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezeichnete es als sehr gutes Signal, dass es nach heutigem Stand noch vor Heiligabend eine Zulassung in der EU geben werde. Danach könne man innerhalb von zwei bis vier Tagen mit den Impfungen beginnen. In Baden-Württemberg sind zunächst neun Zentrale Impfzentren geplant, die nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Montag startklar sind.

dpa

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