Letztes Update:
20201215114651

Italien plant strengere Corona-Regeln für Weihnachten

10:31
15.12.2020
Italien plant Regierungschef Giuseppe Conte zufolge strengere Corona-Regeln für Weihnachten. „Wir haben schon einen Plan vorbereitet, der sich speziell an die Weihnachtsfeierlichkeiten richtet“, sagte der Anführer der Mitte-Links-Regierung im Interview mit der Zeitung „La Stampa“ (Dienstagsausgabe). Jetzt seinen weitere restriktive Maßnahmen notwendig. Eine dritte Welle müsse um jeden Preis verhindert werden, weil sie verheerend sein könnte, auch in Bezug auf den Verlust von Menschenleben, erklärte der parteilose Anwalt weiter.

Anfang Dezember hatte die Regierung in Rom für das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern bereits schärfere Regeln für die Zeit um Weihnachten und Neujahr vereinbart, wie zum Beispiel eine verlängerte Ausgangssperre für die Nacht von Silvester zu Neujahr. Die Regeln sollen vom 21. Dezember an bis 6. Januar gelten. Auch das Reisen innerhalb Italiens wurde stark reglementiert.

Gesundheitsminister Roberto Speranzas Stellvertreterin, Sandra Zampa, sagte dem Radiosender Rai, dass die Regierung über Schritte diskutiert habe, um die Bewegung von Menschen weitestgehend zu unterbinden. Die Möglichkeiten reichten von Restriktionen, die etwa für die Orangen oder Roten Zonen gelten. Darunter fallen strenge Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Bars und Restaurants.
Italien gehört zu den Ländern in Europa die hart von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Bislang registrierten die Gesundheitsbehörden mehr als 1,855 Millionen Infektionen und mehr als 65 000 Menschen, die mit Sars-CoV-2 gestorben waren.

dpa

Futtermittelkette sieht in Corona-Krise klaren Trend zu mehr Haustieren

07:51
15.12.2020
Die Tierbedarfskette Fressnapf spürt angesichts der Corona-Krise eine deutlich stärkere Nachfrage nach Futtermitteln und Tierspielzeug. „Die Corona-Zeit lässt Mensch und Tier enger zusammenwachsen“, sagte Fressnapf-Eigentümer Torsten Toeller der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstagsausgabe). Es gebe „ganz klar einen Trend zu mehr Haustieren“.
Nach Angaben Toellers gibt es dabei nicht nur Tierbesitzer, die sich einen zusätzlichen Hund oder eine weitere Katze anschaffen. „Es gibt auch viele Menschen, die sich jetzt zum ersten Mal ein Tier holen.“

Der Trend gehe darauf zurück, dass viele mehr von zu Hause aus arbeiten oder allein zu Hause seien. „Gerade Menschen, die durch die Pandemie vereinsamen, finden eine noch innigere Beziehung zu ihrem Tier“, sagte Toeller und verwies auf „eine enorme gesellschaftliche Funktion in schwierigen Zeiten“, die die Tiere wahrnehmen könnten.

Für das Unternehmen bedeutet der Boom ein stärkeres Wachstum als erwartet: „Wir wachsen dieses Jahr deutlich über zehn Prozent, während wir 7,5 Prozent geplant hatten“, sagte Toeller. Bereits dieses Jahr werde daher beim Umsatz die Schwelle von 2,5 Milliarden Euro erreicht.

AFP

Möchten Sie Inhalte von Drittanbietern wie Facebook oder Instagram entdecken?
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
nachladen