Zwei Tage vor dem Rest der Bundesrepublik geht der Sachsen am Montag in den harten Lockdown. Das öffentliche Leben bleibt bis zum 10. Januar 2021 heruntergefahren. Neben den meisten Geschäften sind auch Kitas, Schulen und Horte zu, für Kinder von Eltern systemrelevanter Berufe gibt es wie schon im Frühjahr eine Notbetreuung. Die neuen Schutzmaßnahmen hatte das Kabinett am vergangenen Freitagabend angesichts weiter steigender Infektionszahlen beschlossen. Am Mittwoch dann soll nach der Vereinbarung von Bund und Ländern vom Sonntag auch bundesweit der harte Lockdown beginnen, um die Pandemie einzudämmen.
Ab sofort gelten eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ab 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, Maskenpflicht auch im öffentlichen Raum, wo Menschen sich begegnen, und ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Für Einkauf, Freizeit und Sport sollen die Menschen zudem im Umkreis von 15 Kilometern zum Wohnumfeld bleiben. Die Einhaltung der neuen Regeln wird verstärkt kontrolliert.
Geöffnet bleiben nur noch Lebensmittel- und Geschäfte für Grundbedarf wie Apotheken, Drogerien, Friseure, Optiker und Hörgeräteakustiker. Auch Weihnachtsbäume dürfen weiter verkauft werden - aber Baumärkte sind auch zu.
Der Freistaat gilt bundesweit als Corona-Brennpunkt. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Sonntag für Sachsen einen Inzidenz-Wert von 348,7 aus. Innerhalb von 24 Stunden kamen 2020 neue bestätigte Fälle dazu, die Gesamtzahl stieg damit auf 84 245 seit Pandemie-Ausbruch im März (Stand: 13. Dezember 0 Uhr).
red/dpa