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Bundesregierung stuft Litauen und Lettland als Risikogebiete ein

11:20
20.11.2020
 Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Litauen und Lettland ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland und Finnland auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Island wurde dagegen wieder gestrichen und ist damit nun das einzige Land in Europa, das frei von Risikogebieten ist.
Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise davon vorzeitig befreien lassen.
Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien Risikogebiet. Am Freitag lagen nach der RKI-Statistik nur noch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern knapp unter der 50er-Marke.

Auf dem europäischen Festland gibt es nun nur noch in Griechenland (Westgriechenland), Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze), Estland, Norwegen und Finnland Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen eine ganze Reihe Inseln wie die spanischen Kanaren, die portugiesischen Azoren und Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.

Weltweit gilt inzwischen wieder für fast 150 von knapp 200 Ländern eine Corona-Reisewarnung, für zehn weitere gilt sie nur teilweise.

dpa

Indien meldet mehr als neun Millionen Corona-Fälle

09:38
20.11.2020
Indien hat am Freitag die Marke von neun Millionen Corona-Fällen überschritten. Das südasiatische Land verzeichnete 45.882 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, wie die Zeitung „Indian Express“ meldete. Die Zahl der Corona-Infektionen lag damit bei 9.004.365, während die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 auf 132.162 stieg. Indien ist nach den USA das zweite Land der Welt, das mehr als neun Millionen Corona-Fälle verzeichnet.

Indien hatte jedoch in den vergangenen Wochen einen stetigen Rückgang der Neuinfektionen verzeichnen können. Dennoch steigen die Fälle in der Hauptstadt Neu-Delhi und in anderen Hotspots des Landes. Am Donnerstag vervierfachte die Regierung in der Hauptstadt das Bußgeld für Masken-Verweigerer. Wer in der Öffentlichkeit keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, muss 2.000 indische Rupien (knapp 23 Euro) Strafe zahlen - eine beträchtliche Summe in einem Land, wo der durchschnittliche Tagesverdienst bei etwa 4 Euro liegt.

Nach dem Ende des hinduistischen Lichterfestes Diwali befürchten Indiens Behörden einen erneuten Anstieg der Corona-Ansteckungen in den kommenden Wochen. Zur Vorbereitung des religiösen Festivals Mitte November hatten sich Tausende Menschen auf Märkten und in Einkaufszentren gedrängt, um Geschenke einzukaufen. Vereinzelt haben Stadt- und Landesregierungen bereits weitere Einschränkungen durchgesetzt: In der Finanzmetropole Mumbai bleiben die Schulen bis Ende des Jahres geschlossen. Die Stadt Ahmedabad verhängte für das Wochenende eine komplette Ausgangssperre für die Einwohner.
Indien hatte im März eine strikte Ausgangssperre für das gesamte Land erlassen, als nur ein paar hundert Fälle registriert waren. Im Juni wurden trotz steigender Infektionszahlen die Beschränkungen schrittweise gelockert, um die Wirtschaft wieder zu beleben, nachdem Millionen Inder ihre Arbeit verloren hatten.

epd

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