Letztes Update:
20200327160214

Neuer Fall in Quarantäne-Hotel auf Teneriffa

12:18
01.03.2020
In dem seit Dienstag auf Teneriffa unter Quarantäne gestellten Hotel ist bei einem weiteren Gast eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Damit sei die Zahl der Infizierten auf der spanischen Urlaubsinsel auf fünf gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden der Kanaren am Samstagabend mit. In Spanien insgesamt ist die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten Menschen bis Sonntagmittag auf über 70 gestiegen, teilte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, mit.

Bei dem Patienten handele es sich - wie bereits bei den zuvor bestätigten vier Fällen - um einen Italiener aus derselben Reisegruppe. Der Mann sei aber die ganze Zeit in seinem Hotelzimmer isoliert gewesen. „Das zeigt erneut, dass die im internationalen Protokoll festgelegte Maßnahme der Isolation von Kontakten ein wesentliches Instrument zur Bekämpfung dieses Virus darstellt“, sagte der Chefepidemiologe der Kanaren, Domingo Núñez.

Die nicht zur Reisegruppe der Italiener gehörenden Urlauber - darunter viele Deutsche - dürfen sich seit einigen Tagen wieder frei auf dem Gelände des Hotels im Südwesten von Teneriffa bewegen. Die Quarantäne werde voraussichtlich am 10. März zu Ende gehen, hatte Núñez zuletzt betont. Einige Dutzend Gäste durften das Hotel in den vergangenen Tagen aus verschiedenen Gründen bereits verlassen.

dpa

Zahl der Toten im Iran steigt weiter

11:57
01.03.2020
Das neue Coronavirus hat inzwischen 54 Menschen in der Islamischen Republik das Leben gekostet. Das iranische Gesundheitsministerium erhöhte am Sonntag die landesweite Opferzahl, über Nacht sprang die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen zudem auf 978. Die neuen Fälle seien in einer Reihe von Städten verzeichnet worden, sagte Ministeriumssprecher Kianusch Dschahanpur. Am Samstag lag die Zahl der Todesfälle bei 43.
Der Iran verzeichnet die höchste Zahl von tödlichen Verläufen der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 außerhalb Chinas, dem Ausgangspunkt der Epidemie. Der Anteil der Todesopfer an den Infektionen lag im Iran mit mehr als sieben Prozent bislang deutlich höher als anderswo. Die um 385 Fälle gestiegene Zahl der Infektionen verschob diese Prozentzahl nun aber wieder nach unten, auf etwa 5,5 Prozent. Mindestens sieben Regierungsbeamte haben sich im Iran mit dem Virus infiziert, darunter eine Vizepräsidentin und ein hochrangiger Beamter aus dem Gesundheitsministerium.
Am Sonntag kündigte das iranische Staatsfernsehen an, alle Flüge in die Hauptstadt der Provinz Gilan, Rascht, seien eingestellt worden. Eine Begründung dafür wurde nicht genannt. Nach Teheran und der heiligen Stadt Ghom sind die meisten Infektionen im Gebiet von Gilan aufgetreten.

dpa

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