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20201111173418

Lockdown im Berchtesgadener Land wirkt offenbar: Zahlen halbiert

15:28
10.11.2020
Der bundesweit erste Teil-Lockdown dieses Herbstes im Berchtesgadener Land zeigt nach drei Wochen offenbar Wirkung. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - sank laut Landratsamt auf 157,65 - die Hälfte des Höchstwertes von 324 Ende Oktober.

Das Landratsamt hatte am Dienstag vor drei Wochen nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionen auf den damals deutschlandweit höchsten Stand strenge Beschränkungen angeordnet. Etwa war das Verlassen der eigenen Wohnung bis 2. November nur mit triftigem Grund erlaubt; Hotels und Gaststätten blieben geschlossen. Dagegen gab es mehrere Klagen, unter anderem von Hoteliers und Gastronomen sowie von Schülern, die ihre Schule außerhalb des Landkreises beuchen wollten. Entsprechende Eilanträge scheiterten aber vor dem Verwaltungsgericht München. Inzwischen herrschen auch im Berchtesgadener Land die Regelungen des allgemeinen Teil-Lockdowns.

dpa

Iran meldet Höchstwerte an Corona-Toten und Neuinfektionen

11:58
11.11.2020
Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch starben binnen eines Tages 462 Corona-Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden 11 780 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 40 000, die der Infizierten bei über 700 000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Nun will das Gesundheitsministerium die Corona-Tests von 25 000 auf 100 000 pro Tag erhöhen. Experten aber sind der Auffassung, dass für eine Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Menschen mindestens 200 000 Tests am Tag erforderlich seien, um an die wahren Fallzahlen zu kommen.

Wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen in den vergangenen Wochen musste die Regierung von Präsident Hassan Ruhani in mehreren Großstädten wieder drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens einführen. In der Millionenmetropole Teheran müssen alle Geschäfte um Punkt 18.00 Uhr und somit vier bis sechs Stunden früher schließen. Seit Dienstag herrscht in der Hauptstadt auch eine nächtliche Ausgangssperre.

dpa

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