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20201022182546

Belgische Außenministerin Wilmès wegen Corona auf Intensivstation

09:34
22.10.2020
Die belgische Außenministerin Sophie Wilmès muss nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf der Intensivstation behandelt werden. Sie habe sich am Mittwoch in ein Brüsseler Krankenhaus begeben und sei später auf die Intensivstation verlegt worden, sagte eine Sprecherin der ehemaligen Regierungschefin am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Der 45-Jährigen geht es demnach "relativ gut".
"Ihr Zustand ist nicht beunruhigend, sie ist bei Bewusstsein", sagte die Sprecherin weiter. Sie leide nicht unter problematischen Vorerkrankungen. Zunächst unklar blieb, ob Wilmès künstlich beatmet werden musste.
Die Außenministerin hatte sich am Samstag nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne begeben. Am selben Tag hatte dies auch ihr österreichischer Amtskollege Alexander Schallenberg verkündet. Beim Österreicher wurde ein Ansteckung bei einem Treffen der Außenminister Anfang der Woche in Luxemburg vermutet. Die Belgierin ging von einer Ansteckung im Familienkreis aus.
Wilmès war erst vor wenigen Wochen zur Außenministerin ernannt worden. Zuvor hatte sie fast ein Jahr lang in Brüssel einer geschäftsführenden Minderheitsregierung vorgestanden. Ende September, fast 500 Tagen nach der Parlamentswahl einigten sich schließlich sieben belgische Parteien auf eine Koalitionsregierung unter Führung des flämischen Liberalen Alexander De Croo.

AFP

Wieler: Gesundheitsämter müssen trotz Problemen durchhalten

09:12
22.10.2020
Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler hat an die Gesundheitsämter appelliert, trotz der derzeitigen teilweisen Überforderung durchzuhalten. Die Überforderungen einiger Gesundheitsämter seien „ernst und besorgniserregend“, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin. Aber man müsse jede Anstrengung auch unter diesen Umständen aufrechterhalten und dürfe nicht aufgeben, sondern weitermachen „nach bestem Wissen und Gewissen“.
Er wies darauf hin, dass in einigen anderen Ländern schon vor einigen Monaten die Kontaktnachvollziehung mit entsprechenden Folgen eingestellt worden sei, weil sie es nicht mehr geschafft hätten - etwa Schweden und Großbritannien.
Dass die Todesfälle im Frühjahr höher lagen als jetzt im Herbst erklärte der RKI-Chef damit, dass Deutschland am Anfang der Pandemie von der Geschwindigkeit der Ausbreitung bis zu einem gewissen Grad überrascht worden sei. Der Schutz der Risikogruppen wie alte oder kranke Menschen sei noch nicht so gut gewesen. Inzwischen würden Altenheime oder Krankenhäuser besser geschützt. Zudem würden im Herbst viel mehr junge Menschen angesteckt.
Allerdings könnte die Zahl der schweren Erkrankungen und der Todesfälle wieder stärker steigen, denn alte Menschen könnten nicht auf Dauer völlig isoliert werden, mahnte Wieler. Man stelle inzwischen wieder ein langsames Eindriften des Virus in diese Einrichtungen fest.

dpa

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