Die SPD steckt derzeit in einer schwierigen Situation: Zwar haben sich die Mitglieder gerade erst für ein neues Spitzenduo entschieden, trotzdem wirken die Ergebnisse der vergangenen Wahlen noch nach. Gerade bei den jungen Wählern hat die Partei spürbare Probleme. In Brüssel versucht die SPD-Gruppe vor allem transparent zu arbeiten. "Junge Menschen suchen die Interaktion, den Dialog und wollen ernst genommen werden", erklärt Pressereferentin Hannah Cornelsen. Gerade in den sozialen Netzwerken reiche es nicht mehr, die altbewährten Kacheln auszuspielen.
Ein Positivbeispiel sei Delara Burkhardt, mit der sich die Teilnehmer_innen des EU-Hospitanzprogramms am Dienstag treffen. Die junge SPD-Politikerin investiere viel Zeit in Instagram. "Man kann ihren gesamten Arbeitsalltag und jeden einzelnen Termin verfolgen", schwärmt Cornelsen. Das Netzwerk erlaube einem, ganz andere Leute anzusprechen. Das sei ein Gewinn - auch wenn es zeitaufwendig ist, betont Cornelsen. Allerdings sei auch die faktische Politik ein wichtiger Faktor, um junge Leute zu erreichen, ergänzt Pressesprecher Jan Rößmann. Er findet es deshalb gut, dass kürzlich die zwei jüngsten SPD-Abgeordneten im EU-Parlament ins Leitungsgremium der Gruppe gewählt wurden. -mb
Moritz Baumann