"Wie politisch ist die Evangelische Jugend in Sachsen?"
Dresden. Am vergangenen Wochenende stand die Frühjahrestagung 2019 des Landesjugendkonventes der Evangelischen Jugend Sachsens unter dem Thema "Wie politisch ist die Evangelische Jugend in Sachsen?"
Der Landesjugendkonvent ist die Vertretung ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit. Er setzt sich aus den Delegierten der Kirchenbezirke, der Vereine und Verbände der Jugendarbeit in der Landeskirche zusammen. Zum Auftakt dieser Tagung besuchten die jugendlichen Verantwortungsträger das Forum sächsischer Jugendpolitik im Sächsischen Landtag, bei einem intensiven Austausch mit Vertreter von SPD, CDU und den Grünen spielten die aktuellen Proteste von „Fridays for Future“ natürlich eine große Rolle, kamen doch einige Teilnehmende direkt von der Demonstration zum Forum in den Landtag.
„Darf man die Regeln brechen, um etwas zu bewirken?“ war dann auch die bestimmende Frage im Raum. Ein Delegierter erinnerte die Politiker daran, dass die friedliche Wende nie passiert wäre, wenn die Menschen in der DDR sich an die Regeln dieses Unrechtsstaates gehalten hätten. In intensiven persönlichen Gesprächen mit den Verantwortungsträgern wurde gerade über die aktive Jugendbeteiligung in Entscheidungsprozessen geredet. Obwohl die Klima-Demos stark in den Vordergrund der Diskussion rückten, äußerten sich die Politiker auch zum aktuell verhandelten Polizeigesetz, der Möglichkeit eines Bildungsurlaubes, der bereits in allen anderen 15 Bundesländern, aber nicht in Sachsen, geregelt sei, sowie zu Neuregelungen des sächsischen Nahverkehrs.
Nachhaltigkeit, Verantwortlicher Umgang mit Ressourcen, Generationengerechtigkeit und Verantwortungsübernahme in Gesellschaft und Kirche waren die Themen die dann auch im Verlauf der Tagung die Gespräche bestimmten.
Jan Witza, Referent für gesellschaftspolitische Jugendbildung des sächsischen Landesjugendpfarramtes und Fritz Mehner, Student der Sozialen Arbeit, referierten zum Thema Kirche, Jugend und Politik. Nach einer aktiven Diskussion in mehreren Arbeitsgruppen verabschiedete der Landesjugendkonvent daraufhin mehrere Anträge die eine ökologische und nachhaltige Veranstaltungskultur zum Inhalt hatten. Weiterhin wird eine Arbeitsgruppe Parteien im Hinblick auf die sächsische Landtagswahl befragen und die Ergebnisse dann veröffentlichen. Die U18-Wahl soll in möglichst vielen Jugendkreisen der sächsischen Landeskirche durchgeführt werden.
Das Beteiligungsprojekt Ökumenischer Weg bei dem der Landesjugendkonvent zusammen mit dem Sozialethischen Ausschuss der Landessynode Pate gestanden hatte, macht sich mit einer neuen Webseite und der neuen Referentin Kerstin Göpfert auf den Weg zum ökumenischen Festtag. Bei diesem Tag im November soll der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung im Mittelpunkt stehen und mit einer breiten Beteiligung von Aktiven nach Antworten zu den Herausforderungen der heutigen Zeit gesucht werden.
Das nächste Mal treffen sich die Delegierten des Landesjugendkonventes im September und werden sich mit dem Thema Mission beschäftigen. #landesjugendkonvent #evjulife #fffdresden #fridaysforfuture #sächsischerlandtag #christansforfuture