Nach der Bürgerschaftswahl wollen CDU und SPD parallel an der Bildung einer neuen Regierung arbeiten - allerdings streben sie unterschiedliche Bündnisse an. Die CDU habe ein erstes Sondierungsgespräch mit den Grünen für Mittwoch vereinbart, sagte Landesvize Jens Eckhoff am Montag. Am Freitag soll ein Gespräch mit der FDP stattfinden. Die Union ist bei der Wahl am Sonntag erstmals stärkte Partei im kleinsten Bundesland geworden. Sie steuert ein sogenanntes Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP an.
Die SPD-Vorsitzende Sascha Karolin Aulepp kündigte Gespräche mit dem bisherigen Bündnispartner, den Grünen, und mit der Linkspartei an. Konkrete Termine gebe es aber noch nicht. Trotz der Verluste der SPD gebe es in Bremen eine Mitte-Links-Mehrheit für ein "weltoffenes, tolerantes Bremen", sagte Aulepp.
Für die Grünen, die sowohl von der SPD als auch der CDU als Koalitionspartner umworben werden, sagte der Landesvorsitzende Hermann Kuhn, seine Partei habe einen klaren Regierungsauftrag. Den Grünen komme es darauf an, ihre Inhalte im Bereich Klimaschutz und Schulen umzusetzen. Eine bloße Fortsetzung des bisherigen Bündnisses, nur erweitert um einen weiteren Partner, werde es nicht geben. (dpa)